Beginn: 19. September

Landkreis Nienburg ruft Corona-Warnstufe I aus

Ihre gute Zusammenarbeit besprechen Dr. Daniel Cording (l.), Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung, und Nienburgs Landrat Detlev Kohlmeier.
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Ihre gute Zusammenarbeit besprechen Dr. Daniel Cording (l.), Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung, und Nienburgs Landrat Detlev Kohlmeier.

Im Landkreis Nienburg wird ab Sonntag, 19. September, die erste Corona-Warnstufe gelten. Das zieht strengere Regeln nach sich. Grund dafür sei, dass mit der 7-Tage-Inzidenz und den neuen Intensivpatienten zwei der drei Leitindikatoren den festgeschriebenen Wertebereich für die Warnstufe erreicht haben. Der dritte, bis Freitag nicht entsprechend angestiegene Leitindikator ist die 7-Tage-Hospitalisierungs-Inzidenz, also der Wert, der misst, wie viele Menschen in den vergangenen sieben Tage mit Corona-Zusammenhang in ein Krankenhaus gekommen sind.

Landkreis Nienburg – Die 7-Tage-Inzidenz sei dabei insbesondere aufgrund ungeimpfter Personen in die Höhe gestiegen, berichtet der Landkreis in einer zweiten Pressemitteilung. Unter den vollgeimpften Personen würde die Inzidenz nur 9,0 betragen, heißt es dort. Bei den Ungeimpften hingegen liege sie bei 101,9.

Kassenärztliche Vereinigung und Landkreis empfehlen eine Covid-19-Schutzimpfung

„Fachleute sprechen angesichts von Inzidenz und Krankenhausaufenthalten von einer anwachsenden Pandemie der Ungeimpften“, berichtet die Kreisverwaltung dazu. Um diese Situation zu besprechen, seien Dr. Daniel Cording, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung, und Landrat Detlev Kohlmeier zusammengekommen. Das Ergebnis ist eine gemeinsame Empfehlung: Wer sich impfen lassen kann, sollte das auch tun.

Im Landkreis Nienburg gibt es bisher definitiv keine Person, die geimpft war und ohne Vorerkrankung an Covid gestorben ist.

Dr. Daniel Cording, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung

„Die Impfung schützt ganz unverkennbar. Unsere Erfahrungen zeigen: Die Zahl der schweren Verläufe unter Geimpften ist sehr gering, ebenso wie die Zahl der Krankenhausaufenthalte“, wird Cording zitiert. „Im Landkreis Nienburg gibt es bisher definitiv keine Person, die geimpft war und ohne Vorerkrankung an Covid gestorben ist.“

209 von 239 Infizierten seit Juni waren nicht gegen Corona geimpft

Belegt werden diese Aussagen laut Landkreis-Mitteilung durch Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI). Demnach erkrankten im Landkreis Nienburg in den Monaten Juni, Juli und August Geimpfte weit seltener an Covid-19 als Ungeimpfte. Letztere mussten zudem nur in Einzelfällen ins Krankenhaus.

Regeln für Warnstufe I

Bei Veranstaltungen mit 26 bis maximal 1 000 Personen gelten in geschlossenen Räumen immer die 3G-Regeln.

Bei privaten Veranstaltungen gibt es keine Personenbeschränkung, ab 25 Teilnehmern müssen allerdings die Daten der Beteiligten erhoben werden. Sind mehr als 25 Personen ohne Impfung, Test oder Genesung anwesend, müssen in Innenräumen ein Hygienekonzept vorhanden sein und die Maskenpflicht eingehalten werden.

Im genannten Zeitraum wurden 239 Personen positiv getestet, 209 davon waren ungeimpft. Acht Personen mussten in dieser Zeit ins Krankenhaus, von ihnen waren fünf ungeimpft. Zwei Menschen starben im Landkreis Nienburg in diesem Zeitraum an oder mit Covid-19. Sie waren zwar geimpft aber beide auch erheblich vorerkrankt.

Covid-19-Schutzimpfung senkt Gefahr einer Ansteckung um etwa 90 Prozent

„Diese Zahlen sind doch mehr als deutlich“, wird Landrat Detlev Kohlmeier zitiert. „Jeder, der sich impfen lässt, verschafft sich einen ganz persönlichen Schutz vor schweren Erkrankungen und vor dem Tod. Und natürlich schützt er auch Freunde und Angehörige, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können.“

Die ersehnte Rückkehr zur uneingeschränkten Freizügigkeit in allen Lebensbereichen würde damit sehr erleichtert, das zeigen Beispiele aus anderen Ländern sehr gut

Detlev Kohlmeier, Landrat

Nach aktuellen Erkenntnissen kann eine Impfung die Gefahr einer Ansteckung um etwa 90 Prozent senken. Der Landkreis appelliert daher an alle Bürgerinnen und Bürger, insbesondere „diejenigen, die das bisher aus Unentschlossenheit oder Bequemlichkeit noch nicht getan haben“ sich impfen zu lassen und „einen wichtigen gesamtgesellschaftlichen Beitrag“ zu leisten. „Die ersehnte Rückkehr zur uneingeschränkten Freizügigkeit in allen Lebensbereichen würde damit sehr erleichtert, das zeigen Beispiele aus anderen Ländern sehr gut“, so Kohlmeier weiter.

Aktuell sind im Landkreis Nienburg bereits rund 76 000 Menschen zweifach geimpft und rund 83 000 haben eine Erstimpfung erhalten.

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