973 Betriebe haben Kurzarbeit angemeldet

Landkreis: Massiver Anstieg der Arbeitslosenzahlen

Landkreis - Nachdem im vergangenen Berichtsmonat die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt noch nicht sichtbar waren, lassen sich im April deutliche Entwicklungen im Landkreis Nienburg erkennen.

Im März waren noch 3120 Personen von Arbeitslosigkeit betroffen. Dieser Wert ist im April deutlich um 473 auf nun 3593 gestiegen. Dies ist ein Anstieg um 15,2 Prozent

Vor einem Jahr waren 462 Personen weniger arbeitslos. Deutlich wird die Entwicklung auch bei der Betrachtung der Arbeitslosmeldung von Personen aus einem Beschäftigungsverhältnis heraus, weil Verträge nicht verlängert wurden oder Kündigungen ausgesprochen werden mussten. Hier liegt der Wert bei 408 Personen, ein Anstieg um 46,8 Prozent. Insgesamt meldeten sich 938 Männer und Frauen neu arbeitslos.

Arbeitslosenquote im April bei 5,4 Prozent

Der massive Anstieg der Arbeitslosenzahlen wirkt sich auch auf die Arbeitslosenquote aus: Diese lag im April mit 5,4 Prozent um 0,7 Prozentpunkten über dem Vormonatswert. „Der sprunghafte Anstieg der Arbeitslosenzahlen hat im Wesentlichen zwei Gründe: Zum einen mussten sich mehr Menschen arbeitslos melden, da vermehrt Kündigungen in der Probezeit erfolgten, befristete Verträge nicht verlängert wurden und Selbstständige nicht mehr ihrer Tätigkeit nachgehen konnten

Zum anderen ist ein sichtbar geringerer Abgang in Beschäftigung zu verzeichnen, da geplante Einstellungen verschoben oder gar aufgehoben wurden“, erklärt Christoph Tietje, Leiter der Agentur für Arbeit Nienburg-Verden.

Stellenmeldungen eingebrochen

Zudem sind die Stellenmeldungen im Kreis Nienburg im Vergleich zum Vormonat eingebrochen. Nachdem im März noch 276 neue Stellen zur Besetzung gemeldet wurden, ist der Wert um Berichtsmonat um 48,9 Prozent auf 141 Neumeldungen gesunken. 

„In Bereichen wie dem Hotel- und Gaststättengewerbe wurden bereits gemeldete Stellen storniert oder Neueinstellungen für das Saisongeschäft ausgesetzt“, berichtet Tietje hinzu.

Der Anstieg der Anzeigen zur Kurzarbeit seit der Corona-Pandemie ist ebenfalls eklatant. Bis zum 26. April haben 935 Betriebe Kurzarbeit angezeigt

Bis zu maximal 12 000 Personen könnten davon tatsächlich betroffen sein, wobei die konkrete Anzahl sich erst mit einem Zeitverzug von drei Monaten sagen lässt. Unternehmen habe drei Monate Zeit, die Abrechnung der Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit einzureichen.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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