Kundgebung der Kurdischen Frauen aus Nienburg heute auf Ernst-Thoms-Platz

"Bringt uns unsere Mädchen zurück"

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Bei der Kundgebung haben sich zrika 140 Menschen

Nienburg - Sie wurden verschleppt, versklavt und ermordet: Mehrere Tausende Menschen, unter ihnen vor allem Frauen und Kinder, fielen der Terrormiliz Islamischer Staat am 3. August 2014 zum Opfer. Auch heute noch - zwei Jahre später - geht der Völkermord weiter.

Sie rufen laut "Terrorist Erdogan!", auf den Schildern steht in handgeschriebenen Lettern "Bringt uns unsere Mädchen zurück": Über 140 kurdische Mitbürger haben sich am heutigen Mittwoch, 3. August,  auf dem Ernst-Thoms-Platz in Nienburg versammelt. Sie wollen ein Zeichen setzen und wach rütteln - zeigen, dass der Völkermord in Shingal noch kein Ende genommen hat.

"Zum zweiten Mal gedenken wir den Opfern an diesem Tag - weltweit", erklärt Selma Akbas aus Nienburg. Sie gehört zu der Gruppe der Kurdischen Frauen aus Nienburg, die die Kundgebung an diesem Tag organisiert haben. Dabei ging es auch um die aktuelle Lage in Kurdistan. Sowohl junge als auch ältere Menschen hören den Worten der Sprecher gebannt zu, applaudieren und singen gemeinsam.

Von 9 bis 16 Uhr konnten sich Passanten an einem Informationsstand über die Situation der Kurden sowie über den Genozid in Shingal informieren. Ab 16 Uhr fand der offizielle Teil der Kundgebung statt.

Was sind Jesiden?

Die Jesiden sind eine religiöse Minderheit, der hauptsächlich muslimische Kurden angehören. Menschen können ausschließlich durch ihre Geburt Jesiden werden - es ist nicht möglich, in diesen Glauben zu konvertieren. In ihrer Religion gibt es nur einen allmächtigen Gott. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) betrachtet die Jesiden als "Teufelsanbeter", tötet und versklavt sie. In Deutschland lebt die mittlerweile größte Exilgemeinschaft mit bis zu 90 000 Jesiden.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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