Unabhängiger Bürgermeister-Kandidat

Bernd Rudolph: Wirtschaft fördern und Familien stärken

Der Jurist Bernd Rudolph bewirbt sich als nächster Bürgermeister für Nienburg.
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Er ist zwar CDU-Mitglied, tritt aber unabhängig zur Wahl an: Bernd Rudolph zufolge sind „95 Prozent der Probleme, die eine Kommune hat, parteibuch-unabhängig. Es geht um vernünftige Lösungen.“

Nienburg – „In der Stadt Nienburg läuft einiges in die falsche Richtung“, findet der Rechtsanwalt und ehemalige Erste Stadtrat Bernd Rudolph. Er habe sich entschlossen, als Bürgermeister zu kandidieren, um die Dinge in eine andere Richtung zu lenken. Rudolph hat zwar nach eigenem Bekunden das Parteibuch der CDU, wirft seinen Hut aber als unabhängiger Kandidat in den Ring.

Als Bürgermeister sieht Rudolph es als eine wichtige Aufgabe an, die Finanzen der Stadt in Ordnung zu bringen. „Als ehemaliger erster Stadtrat habe ich einige Erfahrung in der Verwaltung“, betont er. Das Thema Wirtschaftsförderung ist ein weiterer Punkt, der ihm am Herzen liegt. „Wir sind eine Provinzstadt, auch wenn wir ein Mittelzenturm sind. Dem muss man sich stellen“, ist der Jurist überzeugt. Ihn ärgert beispielsweise, dass die vor mehreren Jahren zugesicherte finanzielle Unterstützung für Betriebe, die sich am Südring ansiedeln wollen, bis heute ausstehe. „Da muss man sich nicht wundern, wenn Firmen abspringen.“

Herzensangelegenheit Wirtschaftsförderung

Rudolph zufolge sollten örtliche Betriebe mehr unterstützt werden, zum Beispiel im Bereich Online-Handel. „Die Inhaber sind ja überlastet, das können sie nicht zusätzlich stemmen“, betont er. Der Jurist stellt sich ein Service-Angebot vor, das etwa die Online-Vermarktung von Waren oder Dienstleistungen übernimmt und so diese Unternehmen stärkt.

Rudolph: „Derzeit bleiben wichtige Dinge liegen.“

Zudem vermisst Rudolph eine Politik, die konsequenter auf Familien ausgerichtet ist. „Derzeit bleiben wichtige Dinge liegen.“ Ein Beispiel sei die Grundschule Nordertor, die neu geplant und gebaut werden müsste. „Aber es passiert nichts, und die Situation verschlechtert sich“, so der Langendammer. Oder fehlende Raumlüfter für Klassenräume: „Man hat es nicht geschafft, die zu besorgen. Förderung durch den Bund hin oder her“. In Rudolphs Augen seien die Kosten für die Geräte überschaubar und ihre Anschaffung zwingend, da die Schüler wieder im Präsenz-unterricht seien.

Und genau diese lokalen Probleme sind es, die die Nienburger in Rudolphs Augen an die Wahlurnen ziehen sollten. „Die Menschen müssen ihre Meinung zu diesen Themen äußern.“ Schließlich gehe es bei der Kommunalpolitik gerade um die Belange vor Ort. „Es geht hier um unsere Schulen, unsere Kinder und um unser Geld!“ In der Weserstadt werde seine Meinung nach durchaus zu sehr versucht, „große Politik“ zu machen. Das schrecke einige Menschen ab. „Man sollte sich wieder darauf besinnen, vernünftige Lösungen anzustreben.“

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