Konzept zum Nienburger Weihnachtsmarkt vorgestellt

Viel Kritik, aber auch einige Zuversicht

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Weihnachtlich soll es an der Kirche werden, nicht mehr nur mit einem Baum.

Nienburg - Von Nikias Schmidetzki. Ein „Adventszauber“ soll Nienburg erleben. Unter diesem Titel steht das Treiben an den Adventswochenenden an der Kirche St. Martin. Den Stand der Planungen stellte nun Friedrich Decke im Ausschuss für Sicherheit und Ordnung vor.

Drei parallele Veranstaltungen sollen Besucher in der kommenden Vorweihnachtszeit anziehen: neben dem klassischen Weihnachtsmarkt am Ernst-Thoms-Platz und dem Winterwald am Anfang der Langen Straße in diesem Jahr eine kleine Budenstadt, deren Zentrum eine Eisbahn bilden soll. Mittelfristig, möglichst schon 2016, soll es diese Trennungen nicht mehr geben. An jedem Adventswochenende ist der „Adventszauber“ von Freitagabend bis Sonntagnachmittag geöffnet, die Eisbahn täglich, gleiches soll auch für die Schausteller gelten, die sich zwischen Markt- und Kirchplatz aufstellen. Auf einer Bühne ist Programm geplant, die Holzbüdchen nutzen Vereine. Und bis auf zwei am dritten und eine am vierten Wochenende seien auch schon alle belegt, betonte Decke. „Das soll der Einstieg in einen gemeinschaftlichen Weihnachtsmarkt sein“, zeigte er sich optimistisch, gab aber auch zu, dass tatsächlich alles noch „mit der heißen Nadel gestrickt“ sei. Außerdem dient das Rathaus an den ersten drei Adventswochenenden als Standort für den Rotarier-Basar, einen Kunsthandwerkermarkt und eine Modelleisenbahnausstellung.

Kritik gab es dennoch reichlich aus den Reihen der Politik – vor allem mit Blick auf den Alleingang von Bürgermeister Henning Onkes (parteilos). An den unterschiedlichen Namen störten sich Rüdiger Altmann (SPD) wie auch Hans-Peter Rübenack (CDU), dem auch die Trennung der einzelnen Märkte nicht passte: „Es ist eingetreten, was wir befürchtet hatten: Es macht jeder seins.“ Auch Vorsitzender Tim Hauschildt (CDU) hätte gern ein Wörtchen bei der Benennung mitzureden gehabt. Doch damit nicht genug. Er habe Befürchtungen, dass es nicht besser wird. Generell fühlten sich die Ausschussmitglieder schlecht informiert über die Entwicklung. Dietmar Thomsik (WG) bemängelte, wenigstens per E-Mail hätte es Zwischenstände geben können.

Einigkeit herrschte aber auch darüber, dass es gut war, die Neuerung anzugehen. „Wir haben dem Bürgermeister den Rücken freigehalten und werden es auch weiter tun, weil der Weg richtig ist“, meinte Ralf Gilster (SPD). Sein Fraktionskollege Altmann lobte zudem, dass Onkes Tempo reingebracht habe. Nur eben den Zeitpunkt hielten sie doch irgendwie alle für schlecht gewählt. Nun gelte es, frühzeitig weiter zu denken, appellierte Thomsik.

„Es wird nicht perfekt“, gab Decke zu. Aber auch Zuversicht gab er der Politik mit auf den Weg. Der „Adventszauber“ passe gut in das Fachwerk-Ambiente, das sicherlich durch eine ansprechende Beleuchtung noch besser zur Geltung komme.

Unklar blieb, wer sich zur Eröffnung wo aufhält. Schon Winterwald und Weihnachtsmarkt hatten in der Vergangenheit zeitgleich den Startschuss gegeben.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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