Lange Straße vorübergehend gesperrt

Klaffendes Loch in der Fußgängerzone

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Die aufwendigen Arbeiten an dem abgesackten Bereich haben am Montag begonnen. Über viereinhalb Meter ist das Loch im Erdreich tief.

Nienburg - Für den Fahrzeugverkehr komplett gesperrt: Gestern war die Einkaufsmeile Lange Straße in Nienburg nicht befahrbar. Der Grund: Ein viereinhalb Meter tiefes Loch klaffte in der Fahrbahn. Mitten in Nienburgs Fußgängerzone war die Straße Ende vergangener Woche plötzlich abgesackt. Bauhof-Mitarbeiter hatten die tiefe Delle im Straßenbelag entdeckt, als sie mit ihrer Kehrmaschine die Fußgängerzone reinigten.

Die Stadt wurde sofort aktiv, sperrte den Bereich ab und untersuchte den Schaden genauer. „Wir haben zwei Steine aus dem Pflaster entfernt und anschließend mit Stangen den Bereich sondiert“, erklärt Henning Lackmann, Leiter des Fachbereichs Technische Betriebe bei der Stadt. „Unter der Tragschicht hatte sich bereits ein viereinhalb Meter tiefes Loch entwickelt“, berichtet Lackmann. Die Ursache war schnell klar: Ein defekter Hausanschluss des Mischwasserkanals in Kombination mit den permanenten Regenfällen der zurückliegenden Wochen hat die Unterspülung der Straße verursacht. Lackmann: „Durch das kaputte Rohr wurden mehrere Kubikmeter Sand in Richtung Kläranlage gespült.“

Der Fachbereichsleiter ist erleichtert, dass die Bauhof-Mitarbeiter den Schaden rechtzeitig entdeckt haben. „Wenn ein Fahrzeug darüber gefahren wäre, hätte deutlich mehr passieren können.“ Grundsätzlich seien solche Unterspülungen gar nicht so selten. Durchschnittlich einmal im Monat käme ein solcher Schaden im Bereich der Stadt Nienburg vor. Meistens aber nicht an derart prominenter Stelle und meistens auch mit weniger tiefen Löchern. 

Löcher kaum zu entdecken

Erst im vergangenen Oktober gab es an der Krummen Straße an der Einmündung zur Weserstraße einen gleichartigen, aber weniger spektakulären Schaden. Obwohl die Stadt das etwa 250 Kilometer lange Kanalnetz regelmäßig kontrolliert, seien diese Löcher kaum zu entdecken. „Sie sind meistens mit einer Sandschicht bedeckt“, beschreibt Lackmann die Problematik.

An dem Loch in Nienburgs Fußgängerzone laufen seit Montag die Reparaturarbeiten. Gestern erweiterte die Stadt den zunächst halbseitig abgesperrten Bereich auf die ganze Fahrbahnbreite. Lediglich Fußgänger konnten die betroffene Stelle noch passieren. „Wir wollen eine Gefährdung durch eventuelle weitere Absackungen ausschließen“, erklärt Lothar Urbaniak vom Sachgebiet Straßenverkehr. Außerdem würde der Platz bei einer halbseitigen Absperrung für den Einsatz eines Baggers nicht ausreichen.

Arbeiten sehr aufwendig

Urbaniak hofft, dass die Arbeiten zum Wochenende fertig sind und die Vollsperrung aufgehoben werden kann. Aufgrund der Lage und des tiefen Loches seien die Arbeiten sehr aufwendig, verdeutlicht Lackmann. „Wir müssen den gesamten Schacht neu aufmauern“, erklärt der Fachbereichsleiter. Regen würde die Arbeiten dabei zusätzlich erschweren und dementsprechend verzögern.

Wer aus nördlicher Richtung in die Lange Straße will, muss so lange über die Friedrich-Ludwig-Jahn- oder Georgstraße ausweichen.

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