Kirchenkreistag tagte in Langendamm

Großes Engagement in der Flüchtlingsarbeit

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Unterricht für Flüchtlinge ist nur ein ehrenamtliches Angebot, mit dem sich Kirchengemeinden engagieren.

Langendamm. Über die vielfältige Flüchtlingsarbeit in den Gemeinden des Kirchenkreises berichtete Superintendent Martin Lechler ausführlich auf der Tagung des Nienburger Kirchenkreistages im Langendammer Gemeindehaus. Das gab der Kirchenkreis in einer Pressemeldung bekannt.

In seinem Ephoralbericht ermöglichte er außerdem einen Ausblick auf das kommende Reformationsjubiläum 2017. Bei den Wahlen bestätigten die Abgeordneten Rolf Warnecke in seinem Amt als Vorsitzenden. Zudem beriefen sie Torsten Rötschke zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden des Kirchenkreistages.

„Zurzeit sind fast alle unserer Kirchengemeinden engagiert in der Betreuung derer, die seit ungefähr einem Jahr aus den Krisen- und Kriegsgebieten des Nahen und Mittleren Ostens zu uns geflüchtet sind.“ Mit diesen Worten eröffnete Superintendent Martin Lechler seinen Bericht über die Flüchtlingsarbeit der Kirchengemeinden. Diese Arbeit, die den Schwächsten hilft und zur Seite steht, sei ein wesentlicher Ausdruck gelebten Glaubens. Oder, wie es eine Kirchenvorsteherin kürzlich ausdrückte: „Das müssen wir doch als Christen in unserer Gemeinde tun.“

Aus dieser Motivation heraus vermitteln zum Beispiel inzwischen zehn Kirchengemeinde persönliche Patenschaften zwischen Einheimischen und Flüchtlingen, um letzteren das Ankommen und Einleben zu erleichtern. In sieben Gemeinden finden regelmäßig Begegnungskaffees oder Begegnungstreffen statt. In drei Kirchengemeinden werden selbst organisierte Deutsch-Kurse angeboten. Viele Kirchengemeinden stellen finanzielle Mittel zur Verfügung und vermitteln Sachspenden. Die Kirchengemeinde Erichshagen lädt zum interkulturellen Nähcafé ein und bietet seit neustem eine musikalische Früherziehung für mindestens 30 Kinder an. In der Kirchengemeinde St. Martin gibt es einen Alphabetisierungskurs und wöchentliche Sprachübungstreffen. Und im September dieses Jahres wird im Kirchenkreis eine neue Pastorin ihre Arbeit aufnehmen, die zu einem Viertel der Begleitung der Flüchtlingsarbeit gewidmet ist. „Das ist ein großer Reichtum“, betonte Superintendent Lechler: „Und ich danke allen, die sich hier engagieren, sehr, sehr herzlich.“

Der Ausblick auf das Reformationsjubiläum verspreche viele spannende Höhepunkte, so Lechler: das Museum in Nienburg zeigt die Ausstellung „Reformation im Landkreis Nienburg – das Schicksal der Klöster“, das Ensemble „Gli Scarlattisti“ unter der Leitung von Jochen Arnold wird in der St. Martinskirche Musik aus der Reformationszeit aufführen. Im Theater auf dem Hornwerk soll das Schauspiel „Martinus Luther“ von John Düffel zu sehen sein, Schulklassen des Kirchenkreises werden als Teil eines Projektes dazu eingeladen, gemeinsam ein „Reformationsmusical“ einzustudieren und dann in und um Nienburg aufzuführen. Außerdem soll es wird Vortrags- und Gesprächsreihen geben, weitere musikalische Aufführungen und noch einiges mehr. „Es ist zu wünschen,“, schloss Superintendent Martin Lechler, „dass dieses Jubiläum tatsächlich Impulse setzt, die uns als evangelische Kirche darin bestärken, weiterhin unsere Botschaft und unseren Beitrag in die Gesellschaft hinein zu tragen. Nach wie vor haben wir der Welt etwas zu sagen.“

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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