Gebäude wird zu zwei Drittel abgerissen/ Fertigstellung für Ende 2017 geplant

Kirchenkontor: Um- und Neubau kostet 1,2 Millionen Euro

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Jürgen Callies, Gerhard Neuenfeld und Pastor Gordon Logemann (v.l.) freuen sich über die beginnenden Abrissarbeiten am Kirchenkontor. Bis November dieses Jahres sollen diese komplett abgeschlossen sein. Die komplette Fertigstellung dauert aber bis 2017 an.

Nienburg - von Kristina Stecklein. Vielleicht hat ihn schon jemand gesichtet, den Bauzaun, der sich zu einem verhältnismäßig kleinen Teil über den Kirchplatz der St. Martinskirche erstreckt. Seit wenigen Tagen haben die Abrissarbeiten am alten Kirchenkontor in Nienburgs Innenstadt begonnen.

Seit kurzer Zeit signalisiert der Bauzaun am alten Kirchenkontor, dass es „endlich losgeht“.

Gründe zum Um- beziehungswiese Neubau gab es einige: „Das Gebäude muss energetisch optimiert werden“, erklärt der Leiter des Bauausschusses, Jürgen Callies. Außerdem sei die Größe des ehemaligen Gemeindehauses – welches bereits verkauft wurde – nicht mehr richtig auslastbar. „Es sind über 800 Quadratmeter, aber nur die Hälfte ist nötig,“ weiß Callies. Ende 2017 soll das zum Teil neue Gebäude fertig werden.

Ein Anteil des Gebäudes bleibt für die Friedhofsverwaltung sowie das Kirchenbüro bestehen – der restliche Teil soll als Gemeindehaus genutzt werden. Optisch soll sich allerdings nicht viel verändern. „Zwischenzeitlich gab es einen Vorschlag mit grünen Säulen, aber die Fassade bleibt genauso erhalten“, erklärt Pastor Gordon Logemann. Einige Teile des Kirchenkontors stehen unter Denkmalschutz, deshalb gab es strenge Auflagen bei der Planungs des Umbaus.

Der Haupteingang wird in den neuen Teil des künftigen Gemeindehauses verlegt.

Hinzu kommt allerdings ein moderner Neubau, mit dessen Design sich das Architekturbüro Hoffmann aus Husum auseinander gesetzt hat. „Der neue Teil entsteht links, hier wird sich dann auch der Haupteingang befinden“, sagt Callies. Die Fenster des neuen Saals sollen zum Kirchplatz gerichtet sein, um Kirchennähe zu schaffen.

Insgesamt kostet das Vorhaben 1,2 Millionen Euro. Der Neubauanteil wird durch Zuschüsse mit 35 Prozent unterstützt, den Rest trägt die Gemeinde als Eigenleistung. „Das Hauptaugenmerk lag darin, sich von Gebäude zu trennen, die nicht genutzt werden“, zieht Callies als Fazit. Mit dem neuen Anbau gibt es einen Saal, der auf die 4 300 Gemeindemitglieder bei der St. Martinskirche zugeschnitten ist. „Es gibt eine Vorgabe über die Größenordnung, so kommt die Förderung zu Stande“, fügt Gerhard Neuenfeld, Vorsitzender des Kirchenvorstandes, an. Wer jetzt die Befürchtung hat, dass wichtige Angelegenheiten nicht mehr vor Ort geklärt werden können, der irrt sich: Seit über einem Jahr ist das Gemeindebüro sowie die Friedhofsverwaltung bei der Stadt Nienburg unter gekommen. Dank freigewordener Büroräume durften beide während der Vorbereitungs- und Bauphase ins Rathaus ziehen. „Es ist eine sehr gute Kooperation mit der Stadt. Sie hat uns die Räume zur Verfügung gestellt“, bestätigt Neuenfeld, „Das finde ich ganz großartig.“

Durch den Umbau sind die Parkmöglichkeiten am ehemaligen Gemeindehaus entfallen, aktuell wird der Parkplatz von der Baufirma genutzt. Auch der neue Besitzer des alten Gemeindehauses – die Herberge zur Heimat – nutzt diesen für Renovierungsarbeiten. „Das wird natürlich nicht dauerhaft so bleiben“, wissen die Zuständigen. Bislang wäre die nahegelegene Parkgarage eine willkommene Ausweichmöglichkeit. Die Zufahrt zur Großen Kirchstraße wird aus Sicherheitsgründen für den allgemeinen Besucherverkehr gesperrt. Zum Abschluss haben die Drei nur noch eines hinzuzufügen: „Wir sind froh, dass es endlich losgeht.“

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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