Rehburg-Loccum dient als Kulisse für Kinofilm

„Zwei harte Hunde“ und ein mysteriöser Todesfall

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Das Filmteam hat sich auf dem Hof in Münchehagen bereits häuslich niedergelassen.

Münchehagen - Schon einmal ist Rehburg-Loccum Schauplatz für aufwendigere Filmarbeiten gewesen – damals, als die Fernsehserie „Neues aus Uhlenbusch“ dort gedreht wurde. Nun kommt wieder ein Filmteam in die Stadt, um sich die ländliche Idylle für einen Kinofilm („Zwei harte Hunde“) zunutze zu machen.

Das Blaulicht auf dem Wagen aus den 1980er-Jahren blinkt unablässig. Daneben steht die Crew mit der Kamera und legt auf den jungen Polizisten an, der seinen Text in einer der ersten Szenen ein ums andere Mal abspult. Wieder und wieder hält er eine Tüte hoch, in der sich eine „menschliche Hand“ befindet, während im Hintergrund die Tatortermittler mit einem Absperrband kämpfen. In der nächstern Szene wird der Münchehäger Stephan Lindenberg gebeten, dem Polizisten eine weitere Tüte zuzuwerfen. Deren Inhalt: der zu der Hand gehörige Kopf.

Dass kriminalistische Elemente in dem Film vorhanden sein werden, liegt auf der Hand. Etwas weiter sei das Genre des Projekts aber doch zu fassen, sagt Regisseur Oliver Nimz. „Crime-Action-Comedy“ – das beschreibe am ehesten das, was sie in Rehburg-Loccum und Umgebung vorhätten. Angelehnt an die amerikanischen Klassiker der 1980er- und 90er-Jahre solle der Film sein, mehr in der heutigen Zeit verortet, aber dennoch mit dem Touch einer Gegend versehen, in der die Zeit in mancherlei Beziehung ein wenig stehen geblieben sei. Ländlich sollte es sein, beschaulich, mit allem Charme, den Dörfer auch heute noch entfalten können.

Als Produzent Marco Salecker-Ernst sich auf die Suche nach einem geeigneten Drehort machte, glaubte er kaum, alle erforderlichen Orte nahe beieinander zu finden. Doch dann kam er mit Stephan Lindenberg ins Gespräch, in dessen Band Salecker-Ernsts Frau singt. Alles, was für den Film gesucht werde, meinte Lindenberg, gebe es doch in Rehburg-Loccum. Den Bauernhof mit alter Scheune könne er selbst beisteuern, die Dorfkneipe mit Saal sei ebenso vorhanden wie auch ein passendes Hotel, mit einem Gutshof könne die Stadt dienen und ein Verlies lasse sich gewiss auch noch finden.

Die ersten Szenen für den Trailer kommen in den Kasten.

Der erste Besuch in der Stadt begeisterte Salecker-Ernst und Nimz sofort – mit solch einer geballten Vielfalt passender Drehorte hatten sie nicht gerechnet. Kontakte stellte Lindenberg überall schnell her und schon gab es überall Dreherlaubnis. „Das war für uns wie ein Sechser im Lotto“, sagt der Produzent, der Geschäftsführer der freien Produktionsfirma „f hoch 2“ aus Langenhagen ist.

Für das Dorf, in dem die Geschichte um einen Stadt- und einen Dorfpolizisten spielen soll – Titel: „Zwei harte Hunde – gibt es bislang den Arbeitsnamen „Felsdorf“. Der ist jedoch noch nicht in Stein gemeißelt und kann jederzeit einer besseren Idee weichen.

Zahlreiche Münchehäger agieren als Statisten

Die beste Idee für die Dreharbeiten, da sind sich Nimz und Salecker-Ernst sicher, haben sie aber bereits. Und die beste Unterstützung auch – vom Zuwerfen des Kopfes bis hin zur Organisation eines Dorfballs in Münchehagens „Deutschem Haus“. Zahlreiche Münchehäger werden als Statisten gefordert sein.

Ein erstes Zwischenspiel als Vorbereitung auf die Dreharbeiten hat es nun für wenige Tage gegeben. Auf einem Gut in Kreuzhorst, in Loccums Hotel Rode, auf der Insel Wilhelmstein, in Rehburgs Polizeistation, auf Lindenbergs Bauernhof und noch vielen anderen Orten. Das waren jedoch nur die Dreharbeiten für den Trailer. Die eigentlichen Dreharbeiten sollen im April 2018 beginnen. Rund fünf Wochen werden sie voraussichtlich andauern.

Ins Kino soll „Zwei harte Hunde“ zum Herbst/Winter 2018 kommen. In Münchehagen wird schon nach einem geeigneten Raum für eine Aufführung gesucht. 

ade

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