Kerstin Lüders ist seit März Wirtschaftsförderin in Nienburg

Eine Frau geht ihre eigenen Wege

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Nienburgs neue Wirtschaftsförderin Kerstin Lüders stellt sich an der Mittelweser neuen Herausforderungen.

Nienburg - von Leif Rullhusen. Wenn sie sich nicht gerade um die Ansiedlung neuer Unternehmen oder Geschäfte in Nienburg kümmert, ist Kerstin Lüders womöglich in ihrem Garten in Celle anzutreffen. „Dort ist immer etwas zu tun. Außerdem kann ich bei der Gartenarbeit sehr gut entspannen“, verrät Nienburgs noch relativ neue Wirtschaftsförderin.

Im Frühjahr bezog die 43-Jährige ihr Büro im historischen Rathaus der Stadt. „Ich erkunde die Region noch. So ganz bin ich noch nicht angekommen“, gibt sie zu. Kein Wunder: Während die Diplom-Ingenieurin beruflich und fachlich voll im Thema ist, ist die Kreisstadt an der Weser für sie ziemliches Neuland. „Ich kannte vorher nur den Nienburger Spargel, das Scheibenschießen, Nienburg als Bundeswehrstandort und wusste, dass sich in der Innenstadt viele historische Fachwerkhäuser befinden.“

Obwohl ihr die Stadt gefällt, wird Kerstin Lüders „mittelfristig“ nicht von der Südheide an die Mittelweser umziehen. „Ich bin in Celle aufgewachsen und meine Familie lebt dort“, erklärt die Wirtschaftsförderin der Kreisstadt. Die tägliche Fahrt zwischen Nienburg und Celle ist für sie kein Problem. „Ich habe vorher zwölf Jahre lang in Gifhorn gearbeitet. Das war die gleiche Entfernung“, erzählt sie. Eine räumliche Distanz zwischen Wohn- und Arbeitsort habe auch Vorteile. „Manche Dinge lassen sich mit etwas Abstand sogar besser beurteilen“, ist sie überzeugt.

"Ich erkunde die Region noch. So ganz bin ich noch nicht angekommen."

Kerstin Lüders ist sich bewusst, dass ihr Vorgänger Walter Meinders in Nienburg einiges bewegt hat. Trotzdem - oder gerade deshalb - will sie nicht in dessen Fußstapfen treten. „Ich werde meine eigenen Wege gehen“, sagt sie selbstbewusst. Die ersten Schritte hat Nienburgs Wirtschaftsförderin bereits gemacht. Dabei ist sie selbstverständlich auch auf altbekannte Themen gestoßen: „Das war gleich an meinem zweiten oder dritten Tag in Nienburg die Innenstadtentwicklung“, erinnert sie sich noch genau. In die Entwicklung des Innenstadt-Leitbildes war sie sofort eingebunden, zum Thema Leerstand hat sie bereits Ideen und Pläne. Perspektivisch steht zudem die Entwicklung des neuen Gewerbegebiets Südring ganz oben auf ihrer Agenda. „Die Nachfrage nach Gewerbeflächen übersteigt das Angebot an verfügbaren Flächen“, erklärt die Wirtschaftsförderin. Dementsprechend groß sei das Interesse an den neuen Flächen - sowohl von Nienburger Unternehmen wie auch von außerhalb.

„Ich wollte mich beruflich einer neuen Herausforderung stellen“, beschreibt die 43-Jährige ihre Motivation zum Jobwechsel nach Nienburg. Die Kombination des Bereiches Regionalentwicklung, in dem sie bislang tätig war, mit neuen Aufgaben sei ideal.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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