Kein Gegenkandidat für Samtgemeindebürgermeister Reinhard Schmale

Uchter stimmen bei Wahl nur mit „Ja“ oder „Nein“

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In Gedanken versunken: Landrat Detlev Kohlmeier (l.) und Uchtes Samtgemeindebürgermeister Reinhard Schmale im Verlauf des gerade beendeten Kreis-Zeltlagers der Jugendfeuerwehren in Uchte.

Uchte/Marklohe - Von Kurt Henschel. Identischer Wahl-Termin, aber unterschiedliche Ausgangspositionen: Während Uchtes Samtgemeindebürgermeister Reinhard Schmale am Sonntag, 13. September, ohne Gegenkandidat eine weitere und bis 2021 währende Amtszeit ansteuert, geht es in der Samtgemeinde Marklohe für den Verwaltungs-Chef und Rats-Vorsitzenden Volker Friemelt – wie ausführlich berichtet – um Alles oder Nichts im laufenden Abwahl-Verfahren.

Eine Portion Anspannung bei Friemelt, relative Gelassenheit bei Schmale. Während der Markloher Samtgemeindebürgermeister arg in die Schusslinie der Politik geraten ist und nun abwarten muss, ob ihn die Einwohner im Amt behalten wollen oder lieber nicht, darf sich der Uchter Samtgemeindebürgermeister in einem Pool der Sympathien sehen und entspannt den 13. September auf sich zukommen lassen. Schmale hat jedenfalls keinen Gegenkandidaten, den auch Friemelt in Marklohe nicht hat. Dafür aber reichlich Gegner (zumindest 20 der 22 Mitglieder des Samtgemeinderats) beziehungsweise Gegenwind.

Während es im „Fall Friemelt“ aktuell keine neuen Entwicklungen gibt, bemüht sich der 58-jährige Schmale, eine weitere Amtszeit bestreiten zu können. Seit dem 1. Januar 2008 lenkt Schmale vom Chef-Sessel im Uchter Rathaus aus die Geschicke der vielgliedrigen kommunalen Einheit (siehe Info-Kasten), deren Einwohner in etwa zwei Wochen die Wahlberechtigungskarten zugeschickt bekommen sollen.

Nur Schmale, sonst keiner? Ja. Das bedeutet aber nicht, dass der Gang zur Wahl-Urne überflüssig ist. Im Gegenteil. Die Bürger der Samtgemeinde Uchte können vielmehr mit „Ja“ oder „Nein“ abstimmen und sollten das auch wahrnehmen, hofft Wahlleiter Christian Sander. Im Sinne einer starken Demokratie sei nämlich eine möglichst hohe Wahlbeteiligung von durchaus großer Bedeutung.

Der parteilose Reinhard Schmale, dessen zweite Amtszeit nach entsprechendem Landtags-Beschluss nur noch sechs statt acht Jahre andauern würde, war bereits unterwegs, um für die Fortsetzung seiner Amtszeit zu werben. Er besuchte die Parteien in seiner Samtgemeinde und sprach dort über seine Vorstellungen sowie Ziele, die bald auch in einem Flyer nachzulesen sein sollen.

Schmale, Freund der Feuerwehren und beim jüngsten Kreis-Zeltlager in Uchte dafür auch von der Kreisjugendfeuerwehr ausgezeichnet, will weiter auf das Ehrenamt setzen und Familien, Kindern sowie Senioren besondere Aufmerksamkeit widmen. Das sei wichtig für die Entwicklung der Kommunen, so Schmale.

Wichtig sei ihm auch weiterhin die Bürgernähe seiner Verwaltung. Aber auch die ärztliche Versorgung, die Förderung der Wirtschaft sowie eine solide Finanzlage stehen bei Schmale in der Bedeutung ganz oben.

Schmale erklärte am Rande des Kreis-Zeltlagers, dass er stolz sei auf das, was die Samtgemeinde Uchte zu bieten habe. Es gelte, mehr als bisher, die Vorzüge herauszustellen. Ein Beispiel sei der große Zusammenhalt im Bereich der Samtgemeinde – den haben Gemeinden und Vereine sowie Institutionen während der größten Jugend-Veranstaltung im Bereich des Landkreises Nienburg soeben eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

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