Patientinnen der Helios-Klinik sprechen über Sorgen rund um die Geburt in Corona-Zeiten

Kein Besuchsverbot für den Vater

Vieles was aufgeschoben werden konnte, wurde von Kliniken im ganzen Bundesgebiet aufgeschoben. Sandra und Daniel Wendtlandt aus Drakenburg konnten das mit Sohn Erik aber natürlich nicht machen. Foto: Helios-Kliniken

Nienburg – Eine Geburt ist für die Eltern nie wie die andere. Doch vor neun Monaten haben Sandra Wendtland und Andrea Schumacher nicht damit rechnen können, wie anders die Umstände bei der Geburt ihres jeweils zweiten Kindes im Frühjahr 2020 sein würden. Die Helios-Kliniken Mittelweser haben mit den beiden Müttern im Anschluss an die Geburten über Sorgen und Besuchsverbote gesprochen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Beide Mütter berichten davon, dass sie sich zahlreiche Gedanken gemacht haben, bevor sie in die Nienburger Klinik gekommen sind. Wie groß ist die Gefahr einer Ansteckung im Krankenhaus, habe sich Sandra Wendlandt gefragt und wie genau verlaufe eine Geburt, sollte sie positiv auf das Coronavirus getestet werden?

Um mit der Sorge umzugehen, sei die gesamte Familie sehr vorsichtig gewesen und habe penibel das Kontakverbot eingehalten. „Doch in der Klinik hatte ich diese Angst, mich anzustecken, gar nicht mehr“, wird Wendlandt zitiert. Sobald sie und ihr Mann Daniel gesehen hatten, dass im Krankenhaus alle Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden, entspannte sich die Situation.

Patientinnen sollen sich wohlfühlen 

Da manche Kliniken im Land das Besuchsverbot auch auf Väter anwenden, war Andrea Schumacher beunruhigt, sie müsste allein sein. „Zum Glück war das in Nienburg anders“, zeigte sie sich erleichtert. Für Dr. Mathias Uhlig, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe, sei das selbstverständlich: „Für uns ist es die höchste Priorität, dass die Patientinnen sich wohlfühlen und mit einem guten Gefühl in die Geburt gehen können. Dazu zählt auch, dass sie die Partner bei sich haben. Sofern der Vater gesund ist, macht es für uns überhaupt keinen Sinn, diesem den Zutritt zum Kreißsaal oder zur Geburtsstation zu verweigern.“

So hätten beide Familien dennoch verzichten müssen – auf weitere Angehörige beispielsweise. „Doch wir haben auch Verständnis dafür, dass dies nicht möglich war“, erklärte Sandra Wendlandt, die auf die Anwesenheit des ersten Sohnes verzichten musste. 

Andrea Schumacher stand vor der gleichen Situation, fand im Klinikpersonal aber eine gute Unterstützung, wie sie sagt: „Natürlich hätte ich gerne meine Mutter oder eine andere Person hier gehabt, wenn mein Mann nach Hause zu unserem Sohn gefahren ist. Aber die Krankenschwestern haben dies sehr gut aufgefangen.“

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