Schüler des Marion-Dönhoff-Gymnasiums besuchten Wettbewerb in Japan

Junge Wissenschaftler im Land der aufgehenden Sonne

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Ben Gade (vorne) und Torben Kai-Long Schmidt kamen mit interessierten Schülerinnen aus Japan ins Gespräch.

Nienburg - Zwei Schüler und ein Lehrer des Marion-Dönhoff-Gymnasiums in Nienburg haben eine besondere Reise hinter sich: Sie durften kürzlich nach Japan fliegen. Ben Gade, Torben Kai-Long Schmidt und der begleitenden Lehrer Martin Reuss gehörten zu der diesjährigen Delegation des nationalen Excellence-Schulnetzwerks „Mint-Excellence-Center (EC)“, die an der Super Science High School Student Fair (SSF) ihre Projekte vorstellte.

Insgesamt waren sechs „Mint-EC“-Schüler aus Erfurt, Halle/Saale und Nienburg eingeladen, in Kobe ihre „Jugend- forscht“ prämierten Projekte zu präsentieren, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Unsere Schulen erhalten mit der Teilnahme am Wettbewerb in Japan eine einmalige Gelegenheit, ihren hohen Leistungsstandard in den „Mint“-Fächern auch international unter Beweis zu stellen“, freut sich Wolfgang Gollub, Vorstandsvorsitzender „Mint-EC“. „Für die Schüler sowie die begleitenden Lehrkräfte ist es zudem eine einmalige interkulturelle Erfahrung, “ so Gollub weiter.

Bereits im fünften Jahr nahm eine Delegation von „Mint“-EC-Schülern sowie -Lehrkräften am wichtigsten mathematisch-naturwissenschaftlichen Schülerwettbewerb Japans, der SSF, teil, so die Mitteilung weiter. Über 200 Projekte japanischer Schüler und 28 Projekte ausländischer Delegationen wurden auf der SSF vorgestellt. Der Wettbewerb ist vergleichbar mit dem deutschen „Jugend forscht“. An verschiedenen Präsentationsständen stellen die Jungforschenden den rund 2  500 Besuchern ihre Arbeiten aus allen „Mint“-Bereichen vor.

Neben dem Erlebnis, Deutschland exklusiv mit ihren Forschungsarbeiten in Japan zu repräsentieren, bot ein umfassendes Rahmenprogramm den Jugendlichen die Möglichkeit, das Land der aufgehenden Sonne und seine traditionsreiche Kultur kennenzulernen. Besichtigungen nationaler Kulturgüter wie der Holzburg Himeji und klassischer Gartenanlagen oder die Teilnahme an einer Teezeremonie wechselten sich ab mit Führungen durch Kobe, Osaka oder Kyoto.

Das Projekt der Nienburger beschäftigte sich übrigens mit der „Bestimmung des absoluten Nullpunktes der Temperatur und der Boltzmann-Konstanten mit der Soundkarte eines PC“. Mit dem Projekt haben die Schüler bereits am Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ teilgenommen.

„Es ist echt unglaublich hier. Es gibt mehrere riesige Präsentationshallen und noch separate Einrichtungen für die Besprechungen der internationalen Delegationen“, berichten Ben Gade und Torben Kai-Long Schmidt. „Die Präsentationen machen sehr viel Spaß, da man stets interessierte Gleichaltrige aber auch Lehrer, Doktoren und Professoren aus Japan und aus den internationalen Delegationen hat. Sehr neugierig kommen immer viele Leute zu unserer Präsentation, um die Ergebnisse zu diskutieren und auch um das Interesse für das Projekt zu zeigen.“

Auch ihr Lehrer Martin Reuss zeigte sich begeistert: „Es ist unschätzbar, welche Einblicke uns gewährt werden. Weiterhin ist die Entwicklung unserer Schüler in den Tagen enorm, da wir neben unseren Projekten auch Deutschland repräsentieren. Insgesamt wird ein vielfältiger kultureller Austausch möglich, da der Blick über den Tellerrand geschärft wird.“

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