Gedenktag erinnert an Opfer, Helfer und menschliche Fehler

30 Jahre nach Tschernobyl

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Der Posaunenchor der St. Martinskirche sorgte für die musikalische Umrahmung an der Madonna von Tschernobyl zum dreißigsten Gedenktag an den Atomunfall in Tschernobyl.

Nienburg - von Kristina Stecklein. „Es ist Technologie, die vom Menschen nicht kontrollierbar ist“, betont Uwe Schmädeke vom Anti-Atomkreis Nienburg am heutigen Tschernobylgedenktag. Er weist auf die permanente Gefahr hin, in der sich die Menschen in der Nähe eines Atomkraftwerkes, befinden.

Mittlerweile sind 30 Jahre nach der Katastrophe vergangen. Eines der radioaktiven Stoffe – Caesium – sollte nun zur Hälfte durch den radioaktiven Zerfall abgebaut worden sein. Über 100 verschiedene Elemente wurden beim Atomunfall in Tschernobyl am 26. April 1986 frei gesetzt – unter ihnen auch Plutoniumisotope. Eines der giftigsten und radioaktiven Elemente ist das Plutonium-239 mit einer Halbwertszeit von 24 110 Jahren. Deutlicher könnten die Zahlen nicht sein: Sie zeigen, dass die nukleare Gefahr kein Problem ist, das sich buchstäblich aus der Welt schaffen lässt – auch in mehreren Tausend Jahren nicht.

„Der Jahrestag ist eine Gelegenheit, die Erinnerungen wach zu rütteln“, sagt Thomas Gatter vom Arbeitskreis Gedenken in Nienburg. Dem stimmt auch Aleksei Zhbanov, Stellvertreter der Botschaft der Republik Belarus in Deutschland, zu.

Vor allem bedankte sich Zhbanov, der zu diesem Termin aus Berlin angereist war, für die „nicht selbstverständliche, deutsche Hilfe und Unterstützung.“ Gerade Belarus habe die Katastrophe am schlimmsten getroffen – 23 Prozent des Landes sind nach wie vor komplett verstrahlt.

Weitere Termine:

Dienstag, 26. April, 19.30 Uhr: "Tschernobyl - der atomare Schrecken" Film und Diskussion im Haus der NaturFreunde Nienburg

Bis zum 13. Mai: Fotoausstellung "Brokdorf und Tschernobyl - Was wäre, wenn..." im Vestibül des Rathauses in Nienburg

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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