IGS-Richtfest – zehn Monate nach dem Spatenstich / „Liegen im Zeitplan“

„Das große Wuseln“

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Freude, Erleichterung und Stolz auf der IGS-Baustelle in Nienburg bei (v.l.) Landrat Detlev Kohlmeier, IGS-Schulleiter Matthias Granz, Richtspruch-Sprecher und Zimmerer Tobias Schomakers sowie Architekt Markus Kaupert.

Nienburg - Von Kurt Henschel. Beim Spatenstich für den Bau der Integrierten Gesamtschule (IGS) neben den Berufsbildenden Schulen (BBS) hatte er noch kräftig Erde geschippt – das gestrige Richtfest hat er nicht mehr erleben dürfen: Hansjürgen Waering, der kürzlich gestorben ist, gehörte nach Aussage von Landrat Detlev Kohlmeier zu den Mitgliedern des Kreistages, die sich „dieser Aufgabe mit großem Engagement gewidmet“ hatten.

Neben Waering würdigte Kohlmeier alle am Bau Beteiligten – allen voran die Handwerker, die er als „die echten Auskenner“ bezeichnete. Aber auch die Mitglieder des Bau- und des Liegenschafts-Ausschusses, die Angehörigen seiner Verwaltung, die Planer sowie die Lehrer und Eltern der (künftigen) IGS hätten mit weiteren Puzzle-Teilen dafür gesorgt, dass der Neubau „über das Stadium eines Richtfests längst hinaus“ sei. Soll heißen: Der Bau liegt nach einem kleinen Tief „im Zeitplan“ und es dürfte nichts mehr schiefgehen, ihn im Frühjahr 2016 einweihen zu können. Kohlmeier: „Schnee und Eis erwarten wir erst später wieder – dann geht‘s innen zur Sache.“

Der Landrat äußerte seine Freude über eine reibungslose Zusammenarbeit aller beteiligten Kräfte und darüber, „in großer Runde diesen kleinen Zwischen-Akt feiern zu können“. Kohlmeier sprach von einer „besonderen Baustelle – besonders wegen der Größe und der künftigen Aufgabe“. Das Richtfest sei ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Fertigstellung des rund 20 Millionen Euro teuren Objekts, auf dem seit dem Spatenstich Ende August vergangenen Jahres „das große Wuseln“ geherrscht habe. Wöchentlich, so Kohlmeier, seien Fortschritte zu beobachten gewesen. „Die Sorge, es könne etwas schiefgehen, war immer da, aber bisher hat es nur ganz, ganz kleine Probleme gegeben“, verriet der Landrat, der um Verständnis darum bat, dass er „erleichtert Luft hole, weil alle Beteiligten alles auf die Reihe gekriegt“ hätten. Am Ende seiner Ausführungen sagte Kohlmeier: „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir eine gute Wahl getroffen haben.“

Markus Kaupert vom Architekten- und Stadtplaner-Büro „petersen pörksen partner“ aus Lübeck erklärte: „Rohbau gut – alles gut.“ Er beschrieb noch einmal den gesamten Komplex mit einem Haupthaus, drei Klassenhäusern, einer großen Halle mit zwei Ebenen sowie dem zum Meerbach hin ausgerichteten Schulhof. Es entstehe eine fünfzügige „Schule im Grünen“, auf deren Fertigstellung er sich schon jetzt freue.

Wie übrigens auch IGS-Schulleiter Matthias Granz. „Es ist ein ergreifender Moment, zu sehen, was aus dem wird, wofür sich so viele Menschen so lange eingesetzt hatten“, erklärte er. Er sprach von „einer sehr, sehr schönen Situation“ und sei „erleichtert, dass das avisierte Zeitfenster wohl einzuhalten ist“.

Der IGS-Chef verkündete vor dem Richtspruch, dass der Umzug von der Friedrich-Fröbel-Schule, in der die IGS-Schüler übergangsweise Unterricht erhalten, und der Einzug in das neue Gebäude im Juni und Juli kommenden Jahres geplant sei, um dann im August 2016 mit vier Jahrgängen an der neuen IGS loslegen zu können.

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