Gus, Eefje und Elmar bereichern MDG-Unterricht

Ein Hunde-Trio auf der Schulbank

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Die MDG-Schüler sind begeistert von den Unterrichtsstunden mit Schulhund Gus.

Nienburg. Für Begeisterung und eine gelungene Bereicherung des Schulunterrichts sorgt das Schulhunde-Team des Marion-Dönhoff-Gymnasiums in Nienburg. Regelmäßig nimmt die Fremdsprachenlehrerin Anke Hagedorn ihre drei Hunde mit in die Schule, wo die Vierbeiner in den Unterricht integriert werden.

Das Schulhunde-Team besteht aus einem bunt gemischten Rudel: dem achtjährigen Gus, Chihuahua-Mischling und ausgebildeter Therapiebegleithund, der einjährigen Eefje, Chinesischer Schopfhund und in der Ausbildung zum Therapiebegleithund, sowie Elmar, ein kleiner, neunjähriger Mischling aus dem Tierschutz, der die Tierschutz-Arbeitsgemeinschaft „MDG 4 Pfoten“ bereichert.

Anke Hagedorn, die am Marion-Dönhoff Gymnasium Englisch und Spanisch unterrichtet, ist die Besitzerin der Tiere. Sie hat, basierend auf einer fundierten Ausbildung im Bereich der tiergestützten Pädagogik, das Projekt „Schulhund am MDG“ vor vier Jahren ins Leben gerufen. Seither hat es sich stetig weiter entwickelt.

Die Schulhunde bewirken besonders in den fünften und sechsten Klassen eine Erleichterung des Kennenlernens und eine Förderung des Klassenzusammenhalts, denn der Schulhund ist als Klassenkamerad für jedes Kind der entsprechenden Klassen da. Im Unterricht schaffen die Hunde Gesprächsanlässe und fördern gleichzeitig Ruhe und Konzentration. Beim Umgang mit ihnen (Grundgehorsam und Tricks) tragen die Tiere auch zur Stärkung des Selbstbewusstseins der Schüler bei und unterstützen die Wahrnehmung der eigenen Körpersprache. Weitere wichtige Nebeneffekte bestehen nach Aussagen von Anke Hagedorn darin, dass die Lebendigkeit und Lebensfreude der Schulhunde die Kinder oftmals motiviert, sich am Unterricht zu beteiligen. Sie fördern auch Verantwortungsbereitschaft. Schließlich müssen die Tiere im Klassenzimmer artgerecht versorgt werden.

Therapiebegleithund Gus ist aus dem Schulunterricht nicht mehr wegzudenken.

Außerdem ist der Einsatz eines Schulhundes im Fremdsprachenunterricht für die Schüler eine große Hilfe, denn für sie ist es leichter, eine fremde Sprache mithilfe von Bildern und Aktivitäten zu verstehen. Die Bedeutung unbekannter Wörter oder Satzstrukturen kann auf diesem Wege durch die Darstellung des passenden „Bildes“ oder „Ereignisses“ zugeordnet oder erschlossen werden. „So können die Schüler und Schülerinnen der Klasse 6e Tricks zum Beispiel zutreffend beschreiben: ‚Gus has just pushed a button, but he hasn't said hello‘, erklärt die Pädagogin anhand eines Beispiels. Oftmals ist der Hund auch ein positives Vorbild für die Schüler, denn er wartet geduldig und ruhig auf seinen Einsatz während die Schüler konzentriert Aufgaben bearbeiten.

Losgelöst vom eigenen Fachunterricht bietet Anke Hagedorn auch vielfältige Projekte für interessierte Kollegen an. So waren Gus, Elmar und Eefje mehrmalig zu Besuch im Biologieunterricht, um Abschlussstunden zum Thema „Hund“ anschaulich zu gestalten. In Kooperation mit einer Forschergruppe Biologie des Jahrgangs Sechs bewies Gus am Ende der Einheit „Vom Wolf zum Hund“, dass auch in ihm noch ein kleiner „Wolf“ steckt. „Die Unterrichtsstunden mit den Schulhunden sind keine Spielstunden, sondern es wird fachlich relevant mit den Vierbeinern gearbeitet. Die Hunde werden gezielt als eine Methode von vielen eingesetzt und sorgen somit für einen lebendigen, abwechslungsreichen und ebenso lehrreichen Unterricht“, betont Anke Hagedorn in aller Deutlichkeit.

msa

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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