„Hoffest“ zum 200. Jahrestag der Schlacht gegen Napoleon

Waterloo in Bad Rehburg

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Königin Friederike verhalf vor 175 Bad Rehburg zu einem Hoffest zum Gedenken an die Schlacht von Waterloo – zum 200. Jahrestag lädt Bürgermeister Martin Franke in die „Romantik Bad Rehburg“ ein.

Bad Rehburg - Vernichtend geschlagen wurde Napoleon am 17. Juni 1815 in der Schlacht bei Waterloo. Auf den Tag genau 200 Jahre später, am Dienstag, 17. Juni 2015, soll dieses Ereignisses – oder vielmehr seiner Folgen – an dem Ort gedacht werden, an dem das Königshaus Hannover sich bereits 175 Jahre zuvor daran erinnerte: im ehemaligen Kurort Bad Rehburg.

1840 ist der Schlacht von Waterloo bereits einmal in Bad Rehburg gedacht worden. Das Hannoversche Königshaus lud seinerzeit in den Kurort ein. Damals bevorzugte der Hof es, seine Kuraufenthalte in Bad Rehburg zu verbringen. Königin Friederike hatte sich gar so sehr in dieses Bad verliebt, dass sie ihren Gatten Ernst August überzeugte, ihm eine Kapelle zu stiften – als Friederikenkapelle steht sie heute noch im Ort.

Gefeiert wurde in Bad Rehburg mit allerhand Gästen, darunter viele Veteranen aus Adelsgeschlechtern und deren Nachfahren. Ähnlich soll auch am 17. Juni dieses Jahres gefeiert werden – mit Nachfahren derjenigen, die sich seinerzeit hervortaten. In jene Häuser hat Rehburg-Loccums Bürgermeister Martin Franke Einladungen geschickt.

Viele der Namen, die bereits auf der Gästeliste von 1840 gestanden hatten, werden auch im Jahr 2015 wieder in Bad Rehburg zu finden sein. Im Gegensatz zu der geschlossenen Gästeliste von damals sind nun aber auch alle anderen Interessierten willkommen.

Was sie erwarte, das solle keine Auswertung des Schlachtengetümmels von damals sein, betont Franke. Ihm gehe es vielmehr mit der Einladung darum, die Folgen von Waterloo zu beleuchten, die bis heute zu spüren seien. Schließlich habe Napoleons Niederlage zum Wiener Kongress geführt, auf dem die „Unabhängigkeit der Deutschen Staaten und ihre Vereinigung durch ein föderatives Band“ verhandelt wurden, was wiederum eine tragende Säule für die heutige Ordnung sei.

Begonnen wird am 17. Juni um 18 Uhr mit einem Gedenk-Gottesdienst in der Friederikenkapelle, gestaltet von Bad Rehburgs Pastor Michael Kalla und unter Mitwirkung von Loccums Abt Horst Hirschler. Es folgen die Begrüßung der Gäste durch Bürgermeister Franke und den Präsidenten des Niedersächsischen Landtages, Bernd Busemann, im Park der „Romantik Bad Rehburg“.

Einen Festvortrag soll Professor Dr. Karl H. Schneider von der Leibniz-Universität Hannover zum Thema „An der Schwelle zur Neuzeit: Waterloo, das Königreich Hannover und das heutige Niedersachsen“ gestalten.

Mit Gesprächen im idyllischen Park soll bei einem Imbiss der Abend ausklingen. Lediglich bei regnerischem Wetter verlegen die Organisatoren die Veranstaltung in den Saal der „Romantik“.

ade

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