Heute in Wietzen zweite Bürgerversammlung im „Fall Friemelt“

„Einer gegen 20“ geht in die nächste Runde

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Nebeneinander, aber nicht miteinander: Marklohes Samtgemeindebürgermeister Volker Friemelt sitzt heute Abend während der zweiten Bürgerversammlung in Wietzen erneut neben Susanne Schlüter, der Vorsitzenden des Samtgemeinderats. Dieses Gremium hat – wie mehrfach berichtet – ein Abwahl-Verfahren gegen den Verwaltungs-Chef eingeleitet.

Marklohe/Wietzen - Von Kurt Henschel. Es geht weiter im Text: Heute beginnt im Gasthaus Kunst in Wietzen die zweite Bürgerversammlung im „Fall Friemelt“. Dabei sieht sich der amtierende Samtgemeindebürgermeister Volker Friemelt erneut den Mitgliedern des Rates gegenüber, die sein Abwahl-Verfahren eingeleitet haben. Wie viele Einwohner den Kampf „Einer gegen 20“ erleben wollen, bleibt abzuwarten.

Bekanntlich hatten sich 20 von 22 Mitgliedern des Rates der Samtgemeinde Marklohe für Friemelts Abwahl ausgesprochen und vor dem Bürgerentscheid am 13. September drei Bürgerversammlungen organisiert. Die in Dolldorf ist in der vergangenen Woche gelaufen, nun ist Wietzens Gasthaus Kunst ab 19 Uhr Schauplatz für die zweite Runde. Nächste Woche Mittwoch folgt dann noch Marklohe.

Ob dann für den Rest des Julis, im kompletten August sowie dem fast halben September bis zur Wahl Ruhe einkehrt im „Fall Friemelt“, ist offen, aber eher unwahrscheinlich. Beide Lager dürften versuchen, bis zuletzt „ihre Eisen“ im Bemühen um den Wahlsieg nicht abkühlen zu lassen.

Die unveränderte Ausgangslage für den heutigen Abend, den wiederum der Direktor des Amtsgerichts Nienburg und soeben zum Lions-Präsidenten gekürte Bernd Bargemann moderiert, ist diese: Der Rat der Samtgemeinde Marklohe meint, Volker Friemelt ist nicht geeignet, das eingleisige Amt des Verwaltungs-Chefs und Samtgemeindebürgermeisters auszuführen, Volker Friemelt selbst hält sich dagegen sehr wohl für geeignet.

Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte – oder anders: Wenn zwei sich streiten, muss ein Dritter her. Die Funktion des Dritten müssen in diesem Fall die Bürger übernehmen, denn allein sie entscheiden am 13. September darüber, ob Volker Friemelt seinen Stuhl räumen muss oder nicht. In beiden – möglichen – Fällen zöge das weitere Turbulenzen in der Samtgemeinde nach sich.

Falls Friemelt bleibt, geht allem Anschein nach fast der komplette Rat. Ein neuer müsste her. Stimmen die Einwohner für Friemelts Abwahl, dann bleibt der Rat in seiner jetzigen Besetzung wohl zusammen, aber dann muss ein neuer Samtgemeindebürgermeister her.

Wie entscheiden sich die Einwohner? Gehen sie am besagten 13. September zur Wahl?

Es bleibt weiterhin spannend in Marklohe. Zunächst einmal am heutigen Abend im Gasthaus Kunst.

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