Sohn für Vortrag eingeladen

Ausstellung zu Hans Fallada im Rathaus Nienburg

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In der Ausstellung über Hans Fallada wird auch sein Arbeitszimmer gezeigt.

Nienburg - „Hans Fallada – Familienbilder“: Unter diesem Titel ist die bislang umfangreichste Sammlung über die familiären Wurzeln und Prägungen des Schriftstellers Hans Fallada entstanden, der mit bürgerlichem Name Rudolf Ditzen hieß. Die dazugehörige Ausstellung im Nienburger Rathaus wird am Dienstag, 19. Juni, um 18 Uhr eröffnet.

Zu sehen sind Briefe, Texte und Fotos aus der Familie sowie Dossiers zu Themen aus dem Leben des Literaten. Achim Ditzen, der Sohn Hans Falladas, gehört ebenfalls mit zu den Autoren dieser Ausstellung.

Zunächst wird ab 18 Uhr im Nienburger Rathaus Stefan Knüppel einen Vortrag zum Thema „Das Hans-Fallada-Museum – ein virtueller Rundgang“ halten. Dabei erfahren die Gäste allerlei Anekdotisches über ein Schriftstellerleben auf dem Lande sowie über die Probleme und Konflikte, denen sich der Autor und Mensch Fallada immer wieder stellen musste. 

Um 19 Uhr folgt die offizielle Ausstellungseröffnung, und um 19.30 Uhr liest Achim Ditzen aus dem Text „Aus den Erinnerungen von Wilhelm Ditzen – Eine Jugend in Nienburg des 19. Jahrhunderts“.

Der Schriftsteller Hans Fallada um 1930

Der Stadt und der Historischen Gesellschaft ist es gelungen, diese Ausstellung, die vom Leiter des Fallada-Museums in Carwitz, Stefan Knüppel, kuratiert wurde, in die Kreisstadt zu holen. Das berichtet die Historische Gesellschaft in einer Mitteilung.

Das sei ein passender Ort für den Einblick in das Leben des Autoren. Denn sein väterlicher Familienzweig steht in sehr enger Beziehung zu Nienburg. Falladas Großvater war am Nienburger Obergericht (1852 bis 1879) Kronanwalt, sein Sohn Wilhelm – also Falladas Vater – besuchte das Progymnasium der Stadt, die heutige Albert-Schweitzer-Schule. 

Falladas Vater schrieb seine Erinnerungen an Nienburg auf

Wilhelm Ditzen, Reichsgerichtsrat am obersten deutschen Gericht in Leipzig, schrieb nach seiner Pensionierung Erinnerungen an die Weserstadt auf. Dazu ließ er sich, um die Gedanken an die Jugend dort aufzufrischen, Tageszeitungen aus Nienburg und Hannover sowie Ansichtskarten schicken. 

Und in der Tat konnte er sich an viele Geschichten, nachdenkliche, listige und lustige Geschehnisse aus jüngeren Jahren in Nienburg erinnern.

Diese Erzählungen nehmen einen breiten Raum in dem bislang noch unveröffentlichten Text ein. Die Nienburger Stadtbibliothek begleitet diese Ausstellung mit einer Zusammenstellung von Werken Hans Falladas in ihren Räumen im Posthof.

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