Verkehrssicherheit hat Vorrang

Großkontrolle an B6: Verkehrssicherheit hat Vorrang

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Autotransporter, Schwerlastzüge und Tiertransporter – alle Varianten von Lastwagen, die den Polizisten auffielen, wurden aus dem fließenden Verkehr heraus in die Verkehrskontrolle gewinkt.

Nienburg - Von Lisa Hustedt. Trotz des schwülen Wetters bezogen am vergangenen Mittwoch mehrere Einsatzkräfte, bekleidet mit dicker Dienstjacke, sowie langer Hose und Warnweste, Posten in Langendamm.

Anlass dafür war eine ganzheitliche Kontrolle des gewerblichen Güter- und Personenverkehrs an der Umgehungsstraße B6. Anwesend waren Vertreter der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg, des Gewerbeaufsichtsamts Hannover, des Bundesamts für Güterverkehr Hannover und Köln, des Hauptzollamts Osnabrück, des Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit Oldenburg, sowie weitere Beamte.

Eigentlich müsste man meinen, dass die Durchführung einer Verkehrskontrolle, aufgrund der herrschenden Vormittagshitze, keine sonderlich angenehme Aufgabe war. Doch die Beamten vor Ort waren allesamt guter Laune und motiviert. Es schien jedem Einzelnen ein persönliches Anliegen zu sein, für die Verkehrssicherheit auf den Straßen zu sorgen. „Ohne einen gewissen Druck besteht weniger Anreiz für Fahrer, geltende Regelungen und Richtlinien zu befolgen“, betonte der Einsatzleiter Ulrich Schimkowiak.

26 Lkw weisen Mängel auf

Manch ein Lkw-Fahrer war wenig erfreut, als er von Polizeibeamten von der Straße gewunken wurde. Vielleicht weil er ahnte, dass er die folgende Prüfung nicht ohne festgestellte Mängel bestehen würde? So erging es nämlich 26 der insgesamt 52 kontrollierten Fahrzeuge.

Die angehaltenen Lkw wurden bis unter die Haube inspiziert und sorgfältigst überprüft. Bei einem der Lastkraftwagen reichte aber schon ein Blick, um gravierende Mängel festzustellen. Auf dem nach oben hin offenen Anhänger befand sich keine Plane und dessen Rumpf hatte aufgrund des sehr starken Rostbefalls Löcher von beachtlichem Ausmaß, wodurch die Ladung bereits von außen deutlich zu erkennen war. Auch war eines der Scharniere an der Ladeluke vollständig durchgebrochen.

Die Vermutung, dass dieser Lastwagen nicht verkehrssicher ist, bestätigt sich beim Anblick dieses Lochs, durch das die Ladung lugt.

Bei einem anderen Lkw bedurfte es einer genaueren Inspektion, bis schließlich ein kaputter Federbalken und eine defekte Abgasanlage gefunden wurden. Kleinere Mängel wurden, im Rahmen der Möglichkeiten, direkt vor Ort behoben, wohingegen bei gravierenden Defekten oder Verstößen die Weiterfahrt untersagt wurde.

In dem Fall begleiteten die Beamten den entsprechenden Lastkraftwagen gegebenenfalls direkt in eine Werkstatt. Von den 26 Fahrzeugen mit Mängeln durften 16 ihre Fahrt gar nicht fortsetzen und wurden vorläufig stillgelegt. Einsatzleiter Schimkowiak resümierte: „Einer der Fahrer musste neun Stunden Zwangspause einlegen, vier andere konnten aufgrund technischer Mängel und defekter Abgasanlagen erst am darauffolgenden Tag abgearbeitet werden.“

Bei den vorgenommenen Inspektionen wurde auch die Ladung der Kraftfahrzeuge nicht außer Acht gelassen: Egal ob lebende Schweine auf einem überprüften Trecker, Autos oder jegliche anderen Güter – alles wurde inspiziert. Die Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamts Hannover stellte sicher, dass bei grenzüberschreitendem Warenverkehr keine Schmuggelware, wie Waffen oder Drogen, illegalerweise transportiert wurden. 

Autotransporter, Schwerlastzüge und Tiertransporter – alle Varianten von Lastwagen, die den Polizisten auffielen, wurden aus dem fließenden Verkehr heraus in die Verkehrskontrolle gewinkt.

Ebenfalls überprüft wurde das Benzin der Fahrzeuge. Mithilfe einer Probe aus dem Tank kontrollierten die Beamten, ob wirklich Benzin oder stattdessen womöglich Heizöl getankt wurde. Sofern das Fahrzeug Heizöl getankt hätte, läge eine Steuerhinterziehung vor, da es günstiger als Sprit und mit einem geringeren Betrag versteuert ist. Auch die Fahrer wurden von den Einsatzkräften befragt und ihre Papiere unter die Lupe genommen. Diese Personenbefragung wird von den Vertretern des Hauptzollamts Osnabrück – Finanzkontrolle Schwarzarbeit durchgeführt. Ist beispielsweise die Betriebserlaubnis erloschen, oder hat der Fahrer seine Ruhezeiten missachtet, beziehungsweise führt er vielleicht gar kein Kontrollbuch, muss er mit Geldstrafen rechnen. Insgesamt wurden 69 Verstöße nach Fahrpersonalrecht, sprich Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten, festgestellt.

Großkontrolle in Langendamm

Großkontrolle an B6: Verkehrssicherheit hat Vorrang
Großkontrolle an B6: Verkehrssicherheit hat Vorrang © Lisa Hustedt
Großkontrolle an B6: Verkehrssicherheit hat Vorrang
Großkontrolle an B6: Verkehrssicherheit hat Vorrang © Lisa Hustedt
Großkontrolle an B6: Verkehrssicherheit hat Vorrang
Großkontrolle an B6: Verkehrssicherheit hat Vorrang © Lisa Hustedt
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Großkontrolle an B6: Verkehrssicherheit hat Vorrang
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Großkontrolle an B6: Verkehrssicherheit hat Vorrang
Großkontrolle an B6: Verkehrssicherheit hat Vorrang © Lisa Hustedt
Großkontrolle an B6: Verkehrssicherheit hat Vorrang
Großkontrolle an B6: Verkehrssicherheit hat Vorrang © Lisa Hustedt
Großkontrolle an B6: Verkehrssicherheit hat Vorrang
Großkontrolle an B6: Verkehrssicherheit hat Vorrang © Lisa Hustedt
Großkontrolle an B6: Verkehrssicherheit hat Vorrang
Großkontrolle an B6: Verkehrssicherheit hat Vorrang © Lisa Hustedt
Großkontrolle an B6: Verkehrssicherheit hat Vorrang
Großkontrolle an B6: Verkehrssicherheit hat Vorrang © Lisa Hustedt
Großkontrolle an B6: Verkehrssicherheit hat Vorrang
Großkontrolle an B6: Verkehrssicherheit hat Vorrang © Lisa Hustedt
Großkontrolle an B6: Verkehrssicherheit hat Vorrang
Großkontrolle an B6: Verkehrssicherheit hat Vorrang © Lisa Hustedt
Großkontrolle an B6: Verkehrssicherheit hat Vorrang
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Großkontrolle an B6: Verkehrssicherheit hat Vorrang
Großkontrolle an B6: Verkehrssicherheit hat Vorrang © Lisa Hustedt
Großkontrolle an B6: Verkehrssicherheit hat Vorrang
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Großkontrolle an B6: Verkehrssicherheit hat Vorrang © Lisa Hustedt

Auch kontrollierten die Beamten, ob der Fahrer, je nach Herkunftsland, seinen ihm zustehenden Mindestlohn bekommt und ob er überhaupt in Deutschland arbeiten darf. Die Befragung und Kommunikation mit den Fahrern gestaltete sich von Zeit zu Zeit schwierig, da viele polnische oder litauische Fahrer oft kein oder nur wenig Deutsch verstanden. Um zwischen Kontrollen und Kommunikation den Akku der Beamten aufzuladen, gab es gegen Mittag im Schatten von extra aufgestellten Pavillons Würstchen mit Kartoffelsalat.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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