Friemelt-Nachfolge: Samtgemeinderat erläutert weiteres Vorgehen

Politik läutet Suche nach neuem Rathaus-Chef ein

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Erläuterten gestern ihre Strategie bei der Suche nach einem neuen Rathaus-Chef in Marklohe (v.l.): Dirk Wahl, Susanne Schlüter, Hans-Ludwig Seebode, Horst Reschke sowie Horst Schreiber.

Marklohe - Von Kurt Henschel. Konsequent und transparent – so beschreiben die Vorsitzenden der Fraktionen des Rates der Samtgemeinde Marklohe ihr weiteres Vorgehen bei der Suche nach einem neuen Samtgemeindebürgermeister. Den bisherigen hatten sie – ebenfalls konsequent und transparent – in einem mehr oder weniger strapaziösen Abwahlverfahren über einen Bürgerentscheid aus dem Amt gehievt: Seit dem 17. September ist Volker Friemelt offiziell nicht mehr Chef des Rathauses in Marklohe. Nun muss bis spätestens 17. März eine Nachfolgerin beziehungsweise ein Nachfolger gefunden sein. Gestern läuteten die Sprecher der vier Fraktionen die Suche ein.

Ihr vor dem besagten Bürgerentscheid mehrfach abgegebenes Versprechen, einen Bewerber (oder eine Bewerberin) gemeinsam suchen und finden zu wollen, unterstrichen gestern die Verantwortlichen der vier Fraktionen: Neben Susanne Schlüter (CDU), der Vorsitzenden des Samtgemeinderats, erschienen Horst Schreiber (SPD), Horst Reschke (CDU), Dirk Wahl (Bündnis 90/Die Grünen) sowie Hans-Ludwig Seebode (WG) zur Pressekonferenz im Rathaus. Gemeinsam präsentierten sie der Öffentlichkeit den weiteren Gang bei der Bewerber-Suche.

Die läuft mit Unterstützung der Personalberatungs-Expertin Dr. Anne Drescher aus Potsdam. Sie sei keine Unbekannte in der Region, so Horst Schreiber, und sei bereits an der Erarbeitung des Anforderungsprofils beteiligt gewesen. Für externe Expertisen ausschließlich im öffentlichen Dienst sei Drescher unterwegs – und damit genau die richtige Person auf dem Weg, die Position des Rathaus-Chefs in Marklohe neu zu besetzen.

„Wir hoffen für die Bürger, bis Mitte Dezember einen gemeinsamen Kandidaten gefunden zu haben“, erklärte Schreiber. Reschke fügte hinzu: „Wir wollen die Transparenz beim Abwahlverfahren fortsetzen.“

Und so sieht der Zeitplan aus: Zunächst veröffentlicht der Rat der Samtgemeinde Marklohe bis Ende dieser Woche die Stellenausschreibung. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 15. November, wobei die Bewerbungen schriftlich an die Vorsitzende des Rates, Susanne Schlüter (Rathausstraße 14 in 31608 Marklohe), zu richten sind. Schlüter öffnet nach Ablauf der Frist die eingegangenen Umschläge gemeinsam mit Drescher und präsentiert sie anschließend der sogenannten Lenkungsgruppe. Eine Vorauswahl trifft diese in der Zeit vom 16. bis 18. November. Die Vorsitzende des Rates, die vier Sprecher der Fraktionen, die Bürgermeister der drei Mitgliedsgemeinden sowie zusätzlich Cord Kirchmann und eben Anne Drescher stellen den Bewerbern bestimmte Aufgaben und wollen die Kandidaten dann am 1. und 2. Dezember einladen, um sich vorzustellen. Maximal drei Bewerber sollen es dann noch sein, so Schreiber, ehe sich die Fraktionen des Samtgemeinderats dann auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen wollen.

Keine Rolle spielen soll ein mögliches Parteibuch der Bewerber – zählen sollen allein die fachlichen Voraussetzungen für die Ausübung des Amtes des Chefs der Verwaltung. Am 16. Dezember wollen die Suchenden dann den Gesuchten – oder eben auch die Gesuchte – der Öffentlichkeit vorstellen. „Wer der Unterstützung aller Fraktionen des Samtgemeinderats sicher sein will, ist gut beraten, den Weg über Susanne Schlüter zu gehen“, erklärte Schreiber. Er sowie die übrigen Verantwortlichen der Fraktionen schlossen allerdings nicht aus, dass sich auch Einzelbewerber ins Spiel bringen könnten, die dann allerdings auch als „Einzelkämpfer“ unterwegs wären.

„Wir setzen darauf, dass uns die Bürger auf diesem Weg ihr Vertrauen schenken – auch diejenigen, die während des Abwahlverfahrens vielleicht skeptisch gewesen waren“, erklärte Dirk Wahl. Schreiber bekräftigte diese Hoffnung: „Wir machen exakt das, was wir die ganze Zeit versprochen hatten.“

Die Wahl des neuen Rathaus-Chefs erfolgt am 6. März kommenden Jahres. Gerüchte, wonach die Fraktionen bereits einen Kandidaten „im Auge“ hätten, bestritt Schreiber: „Das ist nicht der Fall. Wir warten jetzt auf die Bewerbungen. Am 16. Dezember sind wir dann einen Schritt weiter.“

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