Einsatz im Krisengebiet

Feuerwehrleute aus dem Landkreis unterstützen Hochwasser-Helfer

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Heersum/Alfeld/Nienburg - Der Dauerregen war einfach zu viel: Am Dienstag erreichte Kreisbrandmeister Bernd Fischer ein Hilferuf aus dem Landkreis Hildesheim. Die Innerste im Bereich Heersum drohte den Deich aufzuweichen.

Umgehend wurde daraufhin die Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord der Kreisfeuerwehr Nienburg/Weser sowie ein Rettungswagen der JUH in das Schadensgebiet entsandt. Dort kämpften die Einsatzkräfte bis in den frühen Mittwochmorgen, heißt es in einer Pressemeldung der Feuerwehr Nienburg.

Während einer Erkundungsfahrt durch Personal der technischen Einsatzleitung (TEL) am Mittwochvormittag spitzte sich die Lage zu. Innerhalb weniger Minuten stand das Wasser auf der L492 zwischen Heersum und Groß Düngen auf einer Höhe von 50 Zentimetern. Das Wasser stieg so schnell, das ein älterer Herr mit seinem Auto in den Wasserfluten eingeschlossen wurde. Umgehend wurde ein Traktor beauftragt an den Pkw heranzufahren und die Person aus seinem Fahrzeug zu befreien. Nach der Personenrettung übergaben die Kameraden die Person an die hiesige Ortsfeuerwehr.

Einsatz im Hochwassergebiet für die Helfer aus Nienburg.

Aufgrund der Lage wurden zwischenzeitlich weitere Kreisfeuerwehrbereitschaften in den Bereich Heersum beordert, so dass die Bereitschaft aus dem Landkreis Nienburg/Weser einen neuen Einsatzraum zugewiesen wurde. Neues Ziel lautete der Ortsteil Limmer in Alfeld.

Kritische Lage in Alfeld

In der Stadt Alfeld war die Lage für die ortsansässigen Feuerwehren alleine aussichtslos. Dort waren zwei Wasserrückhaltebecken übergelaufen. Das Wasser bahnte sich seinen Weg durch Vorgärten auf die Hauptstraße. Der Begriff „fließender Verkehr“ konnte man hier wortwörtlich nehmen. Nach einigen Hundert Metern sammelten sich die Wassermassen in einem Gewerbegebiet und drohte dieses zu überschwemmen. Da selbst die bisherigen Kräfte aus dem Landkreis Nienburg/Weser nicht ausreichten, wurde die Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd sowie die Bereitschaft aus dem Landkreis Schaumburg hinzualarmiert.

Die örtlichen Feuerwehren, die Kreisbereitschaft aus dem Landkreis Nienburg/Weser sowie viele Anwohner stapelten Sandsäcke, bauten Barrieren aus Holzstämmen und pumpten das Wasser in die nahe gelegene Leine. Bis zum frühen Mittwochabend waren alle Kräfte voll eingebunden, teilte Marc Henkel im Namen seiner Kollegen mit.

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