Mutmaßliche Brandstiftung

Feuer in Steyerberg: „Da war was komisch“

Die Feuerwehr am Einsatzort.
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Was geschah Mittwochnacht in diesem Haus? Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen Brandstiftung.

Steyerberg – Dieses Feuer wirft Fragen auf, mit denen sich nun Polizei und Staatsanwaltschaft beschäftigen: Ersten Schätzungen zufolge entstand in der Nacht zu Mittwoch durch den Brand eines Mehrfamilienhauses in Steyerberg etwa 50 000 Euro Schaden. Verletzt wurde soweit bekannt niemand.

Mittwoch um 3.50 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Steyerberg zu einem Kellerbrand in die Straße Trockenkamp gerufen. Was war geschehen? Die Feuerwehr war mit etwa 50 Mann vor Ort, berichtet Thomas Glauer, Pressewart der Freiwilligen Feuerwehr im Flecken Steyerberg. „Bei der ersten Erkundung wurde eine Person vermisst, worauf hin um 4.02 Uhr die Alarmstufe erhöht wurde und die Feuerwehren Deblinghausen, Bruchhagen-Sehnsen, Sarninghausen, die Einsatzleitung Ort sowie die Drehleiter der Kreisfeuerwehr aus Liebenau nachalarmiert wurden“, sagt Glauer. Letztere brauchte jedoch nicht mehr auszurücken, da die Liebenauer vorsorglich einige Zeit an ihrem Standort in Bereitschaft blieben.

Vor Ort haben laut Glauer mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz das verrauchte Wohnhaus durchsucht; sie konnten aber niemanden mehr finden. „Zwei Brandherde in einer Wohnung haben sie mit einem Strahlrohr rasch gelöscht“, ergänzt der Pressewart.

Fünf Bewohner in Sicherheit

Fünf Bewohner hatten sich selbst ins Freie gerettet. Sie wurden vorsorglich vom Rettungsdienst und einer Notärztin untersucht, blieben aber unverletzt. Im Anschluss belüftete die Feuerwehr das Gebäude.

„Da war was komisch“, bestätigt Glauer auf Nachfrage: Die Brandschützer hätten verdächtige Spuren im Gebäude gefunden und die Polizei darüber informiert. Die Spuren deuten darauf hin, dass jemand das Feuer gelegt hat. Was gefunden wurde und wo, dazu wollten sich gestern auf Nachfrage weder Glauer, noch die Staatsanwaltschaft näher äußern. „Die Ermittlungen laufen“, meinte Staatsanwalt Martin Röske zu dem Fall.

Ermittlungen dauern an

Insgesamt waren 35 Kräfte der Feuerwehr, acht Mitarbeiter des Rettungsdienstes aus Steyerberg, Stolzenau, Lemke und Nienburg sowie sechs Polizisten im Einsatz.

Gegen 6 Uhr habe die Feuerwehr schließlich den Brandort verlassen, musste aber bereits um 15.20 Uhr erneut in den Trockenkamp. Der Keller das Gebäudes musste offenbar noch weiter entlüftet werden, berichtet der Pressewart.

Die Bewohner konnten nicht alle wieder in ihre Wohnungen zurück, so Glauer. Da aber nicht alle Wohnungen im Gebäude vom Brand beeinträchtigt worden sind, fanden offenbar alle Betroffenen vor Ort eine erste Unterkunft.

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