Gut 500 Gäste in der Sporthalle Uchte

„Phänomenal“ – eine angemessene Note

+
Sina Kindermann mit Gitarrist Maik Heckmann beim Festakt.

Uchte - Von Kurt Henschel. Phänomenal heißt „in bewunderungswürdiger und Erstaunen erregender Weise einzigartig, ohnegleichen“.

So beschreibt der Duden dieses Wort. Verwendet hat es am Sonnabend beim Festakt aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der Kreisjugendfeuerwehr Nienburg in der Uchter Sporthalle vor gut 500 Teilnehmern kein geringerer als Harald Härke, Stadtrat vom Personal- und Ordnungsdezernat der Landeshauptstadt Hannover: „Was ich hier in knapp zweieinhalb Stunden gesehen habe, ist einfach phänomenal.“

Gemeint hat er das Kreis-Zeltlager, das derzeit zum 37. Mal insgesamt und zum vierten Mal in Uchte über die Bühne geht.

Die Note „Phänomenal“ war nicht übertrieben. Sie gebührt, was den Festakt angeht, den vielen Feuerwehr-Frauen, die die Halle in ein bezauberndes Ambiente verwandelt hatten, den Ortswehren aus der Samtgemeinde Uchte und den Verantwortlichen der Kreisjugendfeuerwehr. Sie alle waren zwar angespannt gewesen ob eines Gelingens der dreistündigen Fest-Veranstaltung, sie alle dürfen nun sicher sein, nicht nur alles gegeben, sondern auch ein Rundum-Lob verdient zu haben.

Das betonten nacheinander auch die Redner. Zunächst Kreisjugendfeuerwehrwart Detlef Schiller, der die promintesten Gäste begrüßte, Rückschau auf 50 Jahre Kreisjugendfeuerwehr im Landkreis Nienburg hielt, und allen Sponsoren für deren jährlich wiederkehrende Großzügigkeit dankte.

Landrat Detlev Kohlmeier erklärte, dass die Kreisjugendfeuerwehr „Respekt, große Anerkennung sowie Wertschätzung“ genieße. Das sei allein schon an der Zahl der Gäste abzulesen. „Die Jugendfeuerwehren brauchen unsere Hilfe, sie können aber auch uns helfen“, wagte der Landrat einen „Ausflug“ in Richtung demografischer Wandel, ehe er sich so etwas wie einen sinnbildlichen Versprecher leistete, als er das „Team um Detlef Fischer“ erwähnte. Damit verdeutlichte er (vielleicht gewollt), dass eben Detlef Schiller und Bernd Fischer als Kreisbrandmeister eine für alle Seiten fruchtbare Zusammenarbeit pflegen und so gemeinsam dafür sorgen, dass die Kreisjugendfeuerwehr Nienburg in allen Teilen Niedersachsens als „beispielhaft“ gelte. Es sei „nicht alles gut und einfach, die Herausforderungen sein vielfältig, aber die Kreisjugendfeuerwehr erfüllt uns mit Zuversicht und Stolz“, so der Landrat. „Da stecken viele, viele Köpfe dahinter – ihnen allen gilt mein Dank“, so Kohlmeier abschließend.

Kreis-Zeltlager der Jugendfeuerwehren in Uchte - Teil 2

Kreis-Zeltlager der Jugendfeuerwehren in Uchte

Bernd Fischer erinnerte daran, was vor 50 Jahren war. Und er äußerte seine Freude darüber, dass das Projekt Kreisjugendfeuerwehr „landesweit auf Anerkennung gestoßen ist“. Er bat Politik und Verwaltung, „die Jugendfeuerwehr weiter zu unterstützen und vielleicht noch eine Schippe draufzulegen“.

Lob gab es auch von Uchtes Samtgemeindebürgermeister Reinhard Schmale, der laut Schiller als „Pionier für die Jugendfeuerwehren“ zu betrachten sei. Ihm folgten Wolfgang Knust als Vorstand des Sponsor-Partners Sparkasse Nienburg, und eben der zu Beginn dieses Berichts genannte Harald Härke aus der Landeshauptstadt. Weitere Grußworte sowie ein Sketch von Ronja Trost und Patrick Hagedorn vom Jugendparlament, mehrere Stücke des Feuerwehrmusikzugs Nendorf-Uchte, Lieder von Sina Kindermann in Begleitung von Gitarrist Maik Heckmann, ein Chronik-Exkurs sowie diverse Ehrungen rundeten den von unterschwelliger Sturm-Gefahr begleiteten Festakt-Tag ab.

Das könnte Sie auch interessieren

Mindestens zwei Tote bei Protesten in Venezuela

Mindestens zwei Tote bei Protesten in Venezuela

Heidelbeer-Ernte im Heidekreis

Heidelbeer-Ernte im Heidekreis

Tote und Verletzte nach Gebeten in Jerusalem

Tote und Verletzte nach Gebeten in Jerusalem

Seebeben vor Kos versetzt Urlauber in Angst - so sieht die Insel nun aus

Seebeben vor Kos versetzt Urlauber in Angst - so sieht die Insel nun aus

Meistgelesene Artikel

Familie Willen begrüßt 1000 Besucher bei Hoffest

Familie Willen begrüßt 1000 Besucher bei Hoffest

Gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr

Gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr

Brandstiftung: Gericht sieht keine Mordabsicht

Brandstiftung: Gericht sieht keine Mordabsicht

Pkw ohne Versicherungsschutz gefahren

Pkw ohne Versicherungsschutz gefahren

Kommentare