Polizei warnt vor Betrügern am Telefon

Falsche "Polizeibeamte" rufen an

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Landkreis - Aufgrund eines aktuellen Vorfalls warnt die Polizei Nienburg vor dem Anruf vermeintlicher Polizeibeamten, die sich bei einem vertraulichen Gespräch über Lebensumstände und finanzielle Verhältnisse der Angerufenen informieren wollen.

"Guten Tag. Mein Name ist Bach von der Polizei Nienburg" - mit diesen Worten meldete sich ein Betrüger  am vergangenen Mittwoch telefonisch bei einer Nienburger Seniorin. Anschließend wollte er die Dame in einem "vertraulichen" Gespräch über ihre Lebensumstände sowie finanzielle Verhältnisse  ausfragen.

Dieser Vorfall beschäftigt aktuell das Fachkommissariat 3 der Nienburger Polizei. "Es ist erstaunlich, mit welchem Geschick diese Straftäter am Telefon agieren, um im 'Namen der Polizei' den älteren Opfern vorzugaukeln, ihre bei Kreditinstituten geführten Vermögen seien 'durch osteuropäische Kriminelle' bedroht", sagt Hauptkommissar Michael Alisch von der Nienburger Polizei. Die verunsicherten und verängstigten Opfer heben oft im Anschluss des Telefonats große Bargeldsummen von ihren Konten ab, um sie vermeintlich in Sicherheit zu bringen. Mitunter werden die Opfer veranlasst, Beträge im hohen fünfstelligen Bereich an die Betrüger zu übergeben, die wiederum schnell mit dem erbeuteten Geld verschwinden.

"Die Nienburger Seniorin hat sich in diesem Fall vorbildlich verhalten und unmittelbar Kontakt mit der örtlichen Polizei aufgenommen", berichtet Alisch weiter. "So konnte schnell klargestellt werden, dass hier Betrüger am Werk sind und die alleinlebende Seniorin vor Schlimmerem bewahrt werden".

Polizei Nienburg warnt:

Da weitere Versuche dieser Art aktuell die Ermittler des Fachkommissariates 3 beschäftigen, rät die Nienburger Polizei dringend, bestimmte Verhaltensregeln zu beachten: "Vergewissern Sie sich immer, dass sie es tatsächlich mit 'echten' Polizeibeamten oder anderen Amtspersonen zu tun haben - nehmen Sie schon bei geringsten Zweifeln schnell und unmittelbar Kontakt mit 'ihrer' Polizeidienststelle auf - gegebenenfalls auch über den Notruf 110. Übernehmen Sie keine Rückrufnummern, die Ihnen vom Anrufer angeboten werden. Suchen Sie sich die Telefonnummer der angeblich anfragenden Behörde selbst heraus. Polizeibeamte oder andere Amtspersonen werden Sie niemals telefonisch über ihre Vermögenssituation ausfragen und sie veranlassen, Bargeldbeträge oder Wertgegenstände zu übergeben.

Lassen Sie Unbekannte nicht in ihre Wohnung. Polizeibeamte oder andere Amtspersonen weisen sich mit ihren Dienstausweisen aus. Sprechen Sie mit betagten Familienangehörigen über diese Betrugsformen und machen Sie sie mit schützenden Verhaltensmaßnahmen vertraut."

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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