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1000 Jahre Stadt Nienburg: 2025 soll Festjahr werden

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Von: Katrin Köster

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Die Projektkoordinatoren Wolfgang Lange (l.) und Horst Prüfer freuen sich auf zahlreiche Gäste am 14. Juni im Theater auf dem Hornwerk.
Die Projektkoordinatoren Wolfgang Lange (l.) und Horst Prüfer freuen sich auf zahlreiche Gäste am 14. Juni im Theater auf dem Hornwerk. © Stadt nienburg

Wie feiert man einen 1000. Geburtstag?

Nienburg – Die Stadt Nienburg hat ein gewichtiges Jubiläum zu feiern: ihr 1000-jähriges Bestehen. Das Jubiläumsjahr ist 2025, doch es wirft bereits seine Schatten voraus. Aber warum sich jetzt schon Gedanken darüber machen? Weil es ein Jubiläum werden soll, dass von Nienburgern für die Nienburger gestaltet wird, betont Wolfgang Lange, pensionierter Fachbereichsleiter Kultur und gemeinsam mit Horst Prüfer für die Koordination des Projektes zuständig.

Für Lange steht fest, dass jetzt die richtige Zeit ist, um ein Konzept für das Jubiläum zu schmieden. „Wir möchten Nienburgs Vereine, Organisationen, Institutionen, aber auch Einzelpersonen mit ins Boot holen“, sagt er. Und das brauche natürlich Zeit. Zeit, um Ideen und Vorstellungen zu entwickeln, wie man denn zu diesem Ereignis beitragen möchte. Die ersten Anregungen und Ideen haben die beiden Koordinatoren bereits bekommen. Lange: „Ich bin auch schon beim Einkaufen auf dem Wochenmarkt darauf angesprochen worden.“ Zwar sei es für viele Menschen „noch lange hin“ bis 2025, aber Lange weiß, dass gute Projekte eben auch Vorlauf benötigen. „Wir können nicht erst ein Jahr vorher anfangen, Künstler zu buchen“, nennt er ein Beispiel.

Ideenbörse am 14. Juni

Damit möglichst viele unterschiedliche Gruppen aus der Weserstadt am Jubiläum mitwirken, ist für Dienstag, 14. Juni, um 18 Uhr eine offene Auftaktveranstaltung geplant, eine Art Ideenbörse. Ort der Versammlung ist das Theater auf dem Hornwerk. Bürgermeister Jan Wendorf und die beiden Projektkoordinatoren haben bereits zahlreiche Vereine, Verbände, Organisationen und Bildungseinrichtungen um Teilnahme gebeten.

Wolfgang Lange: „Nur mit dieser Vielfalt aus dem gesamten gesellschaftlichem Spektrum wird es gelingen, ein ebenso facettenreiches wie nachhaltiges Jubiläumsprogramm aufzustellen. Zugleich möchten wir bereits jetzt dieses Jahrtausendereignis näher in das Bewusstsein unserer Bürgerinnen und Bürger bringen und einen ersten Funken Vorfreude auf das Jahr 2025 zünden.“ Wer nicht kommen kann, habe auch die Möglichkeit, seine Ideen per Mail an die Koordinatoren zu schicken: 2025@nienburg.de.

Projekte unter dem Jubiläumsdach

Laut Lange soll das Jubiläum nicht auf einen festen Tag beschränkt bleiben. „Wir wollen im Grunde die Möglichkeit anbieten, das ganze Jahr 2025 Projekte unter das Jubiläumsdach zu stellen“, erläutert er.

Welche Themen 2025 eine Rolle spielen könnten, damit haben sich Lange und Prüfer natürlich bereits beschäftigt. „Für uns steht fest, dass wir nicht als Stadt sagen wollen: So, liebe Leute, das haben wir uns für euch ausgedacht – jetzt feiert schön“, fasst er zusammen. „Wir wünschen uns, dass wir gemeinsam mit den Menschen etwas aufbauen – denn nur das wird Bestand haben, nur daran wird man sich auch später erinnern“, meint Wolfgang Lange.

Eine Idee ist, die Stadtgeschichte fundiert aufzubereiten. „Das ist naheliegend, aber es gehört dazu. Auch die kritischen Zeiten, etwa die NS-Zeit“, so Lange. Auch die Weser solle eine wichtige Rolle spielen, ebenso die Entwicklung der Bevölkerung im Laufe der Jahrhunderte und ihr Einfluss auf Nienburg. Wichtige Frauen aus der Stadtgeschichte sollen ebenfalls gewürdigt werden. „Es soll aber auch nicht nur bierernste Vorträge geben“, beruhigt Lange. Daher hoffen er und Prüfer insbesondere auf das Engagement von jungen Leuten oder auch Menschen mit Migrationshintergrund.

Anmeldung

Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung in der Theaterkasse (Stadtkontor, Kirchplatz 4); theaterkasse@nienburg.de; 05021/87356) oder bei Antonia Kleinert unter a.kleinert@nienburg.de gebeten. Es gelten die aktuellen Corona-Regelungen. Einlass am 14. Juni ist ab 17 Uhr, Beginn um 18 Uhr. Eintritt frei.

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