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Corona-Impfung mit Novavax-Vakzin ab Freitag

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Eine Mitarbeiterin der Nienburger Impfstelle hält die erste Dosis „Novovax“ in die Kamera. Ab Freitag kann das Produkt verabreicht werden.
Eine Mitarbeiterin der Nienburger Impfstelle hält die erste Dosis „Novovax“ in die Kamera. Ab Freitag kann das Produkt verabreicht werden. © Landkreis Nienburg

Ab Freitag kann man sich auch mit Nuvaxovid gegen Corona impfen lassen.

Landkreis Nienburg – Das Covid-19-Impfstoffangebot wird im Landkreis Nienburg ab Freitag erweitert. Mit Nuvaxovid, dem Vakzin des Herstellers Novavax, steht dann der fünfte Impfstoff gegen die Infektionskrankheit zur Verfügung. 700 Dosen des Proteinimpfstoffes seien zu Wochenbeginn im Kreis angekommen, heißt es in einer Pressemitteilung der Verwaltung. 100 Personen hätten sich bislang für eine Impfung mit diesem Präparat vormerken lassen.

Erhältlich sei der Novavax-Impfstoff zunächst in den von der Kreisverwaltung betriebenen Impfstellen. Dort werde er ab Freitag, 4. März, in das reguläre Angebot aufgenommen. Auf das Land Niedersachsen Bezug nehmend, geht der Landkreis davon aus, dass Arztpraxen erst in einigen Wochen über den Impfstoff verfügen werden.

Keine Kreuzimpfung Biontech oder Moderna

Gemäß der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) soll der Stoff zur Grundimmunisierung von Personen ab 18 Jahren genutzt werden. Eine sogenannte Kreuzimpfung mit den Impfstoffen von Biontech oder Moderna ist noch nicht zugelassen, was bedeutet: Erst- und Zweitimpfung müssen jeweils mit dem Novavax-Produkt erfolgen. Der Abstand zwischen den beiden Impfungen soll mindestens drei Wochen betragen. Im Landkreis Nienburg werden die mobilen Impfteams sicherstellen, dass die Termine für die Zweitimpfung gesichert sind, erklärt der Kreis in seiner Mitteilung.

Experten hoffen, dass Nuvaxovid Menschen anspricht, die auf eine Alternative zu mRNA- oder Vektorimpfstoffen gewartet haben (siehe Kasten).

Einrichtungsbezogene Impfpflicht

Zeitgleich bereite sich die Kreisverwaltung aktuell auf die Einführung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht vor. Danach müssen Beschäftigte in Einrichtungen des Gesundheits- und Pflegebereichs bis zum 15. März ihrem Arbeitgeber nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind oder aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können. Die sogenannte einrichtungsbezogene Impfpflicht nach Paragraf 20a Infektionsschutzgesetz gilt bundesweit. Mit dem Gesetz sollen Patientinnen, Patienten und Pflegebedürftige besser vor einer Covid-19-Infektion geschützt werden.

Einrichtungen wie beispielsweise Krankenhäuser, Arztpraxen, Rettungsdienste, Pflegeheime, Tagespflegen und ambulante Pflegedienste sind verpflichtet, Daten über ungeimpfte Mitarbeitende an das Gesundheitsamt zu übermitteln. Um dies möglichst einfach und unbürokratisch erledigen zu können, werde der Landkreis Nienburg das Online-Meldeportal des Landes Niedersachsen nutzen. Sobald dieses bereitsteht, können die Daten erfasst werden.

„Bis dahin bitte ich alle betroffenen Einrichtungen, uns keine Unterlagen in Papierform oder per E-Mail zuzusenden. Aktuell können wir diese Daten noch nicht verarbeiten“, appelliert Kreisrätin Kathrin Woltert an die Einrichtungen.

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