Erneut sind Proteste in Wietzen-Holte und Stuhr-Brinkum angekündigt

Aktions-Camp gegen Tierfabriken

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Zuletzt im August vergangenen Jahres hatten Tierschutz-Aktivisten bei Wiesenhof in Wietzen protestiert.

Balge - „Unabhängige Tierbefreiungs- und Umweltaktivisten“, wie sie sich nennen, haben für die Zeit vom 18. bis 23. August ein weiteres Aktions-Camp gegen Tierfabriken angekündigt. Das geht aus einer gestern vorgelegten Pressemitteilung hervor. Die Teilnehmer, so heißt es, wollen damit erneut gegen die Wiesenhof-Schlachtfabrik und den anstehenden Ausbau im Wietzer Ortsteil Holte protestieren.

„Ich beteilige mich am , weil ich die Haltung und die damit verbundene Tötung von Tieren ablehne. Ich möchte für eine Gesellschaft kämpfen, in der Tiere und Menschen in größtmöglicher Selbstbestimmung leben können. Außerdem finde ich es wichtig, unsere Natur als Lebensgrundlage zu erhalten“, sagt Marta Berger von der Kampagne gegen Tierfabriken.

Der Konzern Nienburger Geflügelspezialitäten, der für die Marke Wiesenhof produziert, plante den Ausbau ursprünglich für Anfang 2014. Statt wie bisher 140000 Hühner sollen zukünftig 250000 Hühner pro Tag getötet werden. Momentan steht das Feld, auf dem die neue Anlage entstehen soll, immer noch leer.

Seit Bekanntgabe der Ausbaupläne sieht sich das Unternehmen mit einem vielfältigen Protest von Anwohnern aus der Region und Aktivisten aus dem gesamten Bundesgebiet konfrontiert.

Bereits im August 2012 seien laut Aussage der Aktivisten „mehrere hundert Einwände gegen den Ausbau der Schlachtanlagen beim Gewerbeaufsichtsamt eingereicht worden“. Daraufhin sei das Genehmigungsverfahren ins Stocken geraten.

Im Rahmen der Aktions-Camps gegen Tierfabriken 2013 und 2014 hatten die Protestierenden die Wiesenhof-Schlachtfabrik für mehrere Stunden blockiert und in der Nienburger City gab es Straßentheater und Demonstrationen gegen Tierfabriken. Auch habe es im vergangenen Jahr eine Bürobesetzung bei der Baufirma D+S-Montage gegeben, da sich diese am Wiesenhof-Ausbau beteilige.

In diesem Jahr, so heißt es in der Pressemitteilung weiter, soll es vom Camp in Balge ausgehend wieder eine Vielzahl von Aktionen geben: Eine Kundgebung am Sonnabend, 22. August, begleitet von kreativen Aktionen in der Nienburger Innenstadt sowie vor der Schlachtfabrik in Holte. Auch vor den Geschäftsräumen der Firma D+S-Montage in Stuhr-Brinkum soll es erneut Protest in Form einer Kundgebung geben.

Neben den Aktionen planen die Aktivisten Vorträge und Konzerte im Camp. So sollen unter anderem die Autorin und Philosophin Dr. Friederike Schmitz „Einblicke in die Werbemärchen und Industrielügen der Fleischindustrie“ geben und Dr. Athanasios Karathanassis einen Vortrag über „Kapitalismus, Wachstum und Naturzerstörung“ halten. Konzerte von Jennifer Gegenläufer und Augustins „Aufruhr + Cajon“ sollen das Camp musikalisch begleiten.

„Alle Anwohner sind eingeladen, zu unseren Veranstaltungen zu kommen und mit uns über die Thematik zu diskutieren“, ruft Aktivist Malte Kramski auf.

Mehr Infos über das Camp und die Kampagne gegen Tierfabriken sind per E-Mail oder im Internet zu bekommen:

www.kampagne-gegen-

tierfabriken.info

kampagne-gegen-

tierfabriken@riseup.net

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