Deutlich stärker als vorige Beben

Erdbeben erschüttert Landkreis Nienburg 

Uchte - Ein Erdbeben hat am Donnerstagnachmittag den Landkreis Nienburg erschüttert. Nach Angaben des seismologische Observatorium des BVEG lag das Epizentrum des Bebens bei Uchte. Die Stärke betrug 3,0 auf der Richterskala. 

Rund um Uchte seien die Erschütterungen deutlich spürbar gewesen, unter anderem auch in Stolzenau, heißt es auf dem Internetportal erdbebennews.de.

Das Zentrum der Erschütterung lag nach Angaben des Seismologen Ole Roß von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe nahe der Gemeinde Uchte im Kreis Nienburg/Weser - unweit der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen. Die Polizei verortete das Zentrum in Stolzenau, einer Nachbargemeinde von Uchte. Im Gebiet des Erdbebens liegen die Erdgasfelder Bahrenbostel, Burgmoor und Uchte.

Ein solches Beben könne zu geringen Gebäudeschäden führen, und es sei als Knall oder Donnergrollen wahrnehmbar, sagte Roß. als Erdbebenursache sei ein Zusammenhang mit der Förderung von Erdgas denkbar. Dies sei zumindest bei früheren Beben in Niedersachsen wahrscheinlich gewesen. In der Region Nienburg sei das allerdings eher überraschend.

Erdgasförderung Ursache bei früheren Beben

Nach einer online verfügbaren Übersicht des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie in Hannover gab es am 22. April 2016 im Landkreis Verden sowie am 19. Dezember 2014 im Landkreis Cloppenburg jeweils Beben der Stärke 3,1.

Zu dem Beben vom April 2016 hatte die Behörde später mitgeteilt, dass es „sehr wahrscheinlich auf die Erdgasförderung im Erdgasfeld Völkersen zurückzuführen“ sei. „Es ist davon auszugehen, dass der Druckabfall, der durch die Förderung von Erdgas entstanden ist, zu Spannungen im tiefen Untergrund führte, die impulsartig abgebaut wurden.“

Bereits in den Jahren 1996, 2011 und 2015 hatte es schwache Beben rund um Nienburg gegeben. Als Auslöser sei die dortige Erdgasförderung wahrscheinlich, berichtete der Niedersächsische Erdbebendienst damals. 

Erdbeben ab einer Stärke von 3,0 sind zwar oft spürbar, gelten unter Fachleuten jedoch als „sehr leicht“. Schäden gebe es nur selten. Erst ab einer Stärke von 6 bis 7 sprechen Experten von starken Beben.

Betroffene Anwohner können Beobachtungen melden

Anwohner, die das Erdbeben verspürt haben, können ihre Beobachtungen online an den Niedersächsischen Erdbebendienst melden. Der Fragebogen ist unter diesem Link erreichbar.

mke/dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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