„Durstlöscher Wasser“ weckt zunehmend das Interesse von Kindern

„Gesünder als gezuckerte Getränke aus Dosen“

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Aus Anlass des Jubiläums beim Wasserverband „Am Sandkamp“ (Marklohe/Liebenau) hat der Wasserverband zwei Experimentier-Kisten („Wasserkisten“) für die Grundschulen in seinem Versorgungsgebiet spendiert und den Schulen übergeben.

Marklohe - Jederzeit sauberes Wasser aus dem Hahn ist in Deutschland alltäglich. Für viele der Menschen, die derzeit nach Deutschland flüchten, ist hygienisch einwandfreies Trinkwasser dagegen Luxus. „Gutes Wasser ist nicht selbstverständlich“, betonte Joachim Oltmann, Abteilungsleiter Trinkwasserversorgung beim Kreisverband für Wasserwirtschaft, in der Grundschule Marklohe.

„Wir müssen darauf achtgeben. Wir wollen schon die Jüngsten an das Thema Wasser heranführen.“

Joachim Oltmann war gemeinsam mit Dirk Dohrmann, Vorsteher des Wasserverbands „Am Sandkamp“, und Marklohes Bürgermeister Günther Ballandat aus Anlass des 50-jährigen Bestehens des Wasserverbandes in die Schule gekommen. Im Gepäck: Zwei „Wasserkisten“ – je eine für die Grundschulen in den Samtgemeinden Liebenau und Marklohe.

„Zum Jubiläum wollten wir keine Geschenke, sondern haben diese Experimentier-Kisten für die Grundschulen in unserem Versorgungsgebiet finanziert“, erläuterte Dirk Dohrmann den Besuch. „Wasser ist ein spannendes und ziemlich ungewöhnliches Element. Und es ist natürlich als Grundstoff des Lebens unersetzlich. Die Kisten erleichtern den Kindern den Zugang zum Thema Wasser.“

Nicht nur den Kindern: „Wir brauchen Schüsseln, Wasser und Versuchsgeräte jetzt nicht mehr zusammenzutragen, sondern haben alles parat“, bedankte sich Schulleiterin Insa Höltke. „Konzeptionell erlauben die Wasserkisten einen handlungsorientierten Umgang mit Wasser. So etwas prägt sich viel besser ein als ein theoretischer Ansatz!“

Joachim Oltmann freute sich sichtlich über den Anklang, den die Kisten in den Schulen finden. „Wir arbeiten gern mit Kindern. Mir ist wichtig, dass schon die Kleinen erkennen und verstehen, wie entscheidend sauberes Wasser ist!“

Oltmann organisiert in diesem Zusammenhang Führungen durchs „Wassarium“ in Drakenburg und unterrichtet auch in der „Sommer-Uni“ der Volkshochschule (VHS). Er weiß: „Kinder finden’s toll, wenn sie experimentieren können!“

Insgesamt gebe es ein wachsendes Interesse der Schulen am Thema Wasser, so der Abteilungsleiter. Immer mehr Schulen im Gebiet des Landkreises Nienburg würden Trinkbrunnen installieren – auch die Grundschule Marklohe. „Das Wasser aus dem Hahn ist eindeutig gesünder als die verzuckerten Getränke aus Flaschen und Dosen“, betonte eine Lehrerin. „Und ein Trinkbrunnen vermeidet Müll.“

„In Deutschland kann man das Leitungswasser flächendeckend trinken“, unterstrich Oltmann. „Es heißt ja nicht umsonst Trinkwasser. Derzeit wollen wir über die Schulen der Mitgliedskommunen einen mehrsprachigen Flyer verteilen, um insbesondere den Flüchtlingen zu vermitteln, dass unser Wasser in Ordnung ist und sie es – anders als in ihren Herkunftsländern – auch ungekocht nutzen können.“

jh

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