Simple Idee mit großer Wirkung

Nienburger Erfinder bei TV-Show „Das Ding des Jahres“

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„Das Ding des Jahres“ – immer dienstags, um 20:15 Uhr auf ProSieben

Nienburg - Von Johanna Müller. Sich ohne großen Aufwand vor Krankheiten schützen – das sollen künftig viele Menschen dank einer einfachen Erfindung. Diese Idee schwebt dem Nienburger Müjdat Özben vor, der seine Erfindung jetzt im Fernsehen präsentiert.

Der Familienvater hat die Türklinke „Prosteriel“ entwickelt, die bei ganz normaler Bedienung sowohl sich selbst als auch die Hand des Bedieners desinfiziert. Sobald jemand die Klinke runter drückt, tropft Desinfektionsflüssigkeit auf die Hand – ganz ohne komplizierte Technik. Einfach durch den Druck auf einen Mechanismus und etwas Schwerkraft. „Es ist keine zusätzliche Bewegung nötig“, sagt Özben. Eine Batterie oder der Anschluss an ein Netzwerk sind ebenfalls nicht notwendig. „Ich habe versucht, die Türklinke so einfach wie möglich herzustellen“, erklärt der Erfinder.

Nicht nur die Bedienung sollte simpel sein, sondern auch der Einbau. Mit allen mordernen Türen sei die Erfindung kompatibel. Bei älteren Schlössern müsse eventuell die Kartusche ausgetauscht werden, aber auch da sei der Umbau kein Problem.

"Prosteriel" ist Herzensangelegenheit

Seine desinfizierende Türklinke ist für Özben eine Herzensangelegenheit. Die Idee kam ihm, nachdem er selbst gegen den Krebs gekämpft hatte. 2014 erhielt er die Diagnose, eine Chemotherapie folgte. Während dieser Zeit waren er, seine Frau sowie die beiden Kinder sehr sensibel mit Blick auf die Hygiene. Da sein Immunsystem durch die Chemo stark geschwächt war, durfte Özben keinen Erregern ausgesetzt sein. Um Bakterien und Viren abzuwehren hat die Familie Spender für Desinfektionsmittel aufgehängt. Sehr gewissenhaft wurden diese genutzt – doch nach der Krebstherapie sind die Özbens immer öfter an den Spendern einfach vorbeigegangen. „Da dachte ich, wenn dieses Mittel so gut ist, warum nutzen wir das nicht immer“, erinnert sich Özben.

„Das Ding des Jahres“ – immer dienstags, um 20:15 Uhr auf ProSieben

Schnell kam ihm die Idee eines Türgriffs, der die Hände automatisch reinigt. Seit vier Jahren tüftelt er daran. Manchmal hatte er nachts um 3 Uhr er einen neuen Einfall, stand auf, ging in die Garage und arbeitete daran. Seine Frau habe sich mittlerweile daran gewöhnt. Sie unterstütze ihn und stehe ebenso voll hinter der Idee.

Dass seine Arbeit Früchte trägt, zeigt sich jetzt: Mit seinem Prototyp ist Özben so zufrieden, dass er bereits ein Patent dafür angemeldet hat. Jetzt soll das Projekt so richtig Fahrt aufnehmen. Bestätigung hat der Erfinder auch durch die Einladung zur ProSieben-Show „Das Ding des Jahres“ erhalten. Dort hat er einer Jury seinen Prototypen vorgestellt – und positive Rückmeldungen erhalten. „Das ist so eine simple Lösung und ich glaube total an die Innovation“, bestätigte ihm „Amorelie“-Gründerin und -Geschäftsführerin Lea-Sophie Cramer. Auch der „Rewe“-Einkaufschef Hans-Jürgen Moog zeigte sich beeindruckt: „Es gibt viele Bereiche, in denen das ein super Feature ist und man das unbedingt einsetzen sollte. Deswegen finde ich das grandios.“

Doch darauf möchte sich der Nienburger nicht ausruhen. Sein Produkt sei zwar schon gut, dennoch wünscht er sich weitere Einschätzungen und auch einen strategischen Partner an seiner Seite. „Es geht mir nicht nur ums Geld“, erklärt er. Die Türklinke solle Menschen helfen und daher gut sein. „Ich muss erst mal voll und ganz zufrieden sein. Jetzt kann man noch etwas daran ändern.“

„Das Ding des Jahres“ – immer dienstags, um 20:15 Uhr auf ProSieben

Die Teilnahme an der TV-Show war der erste Schritt. Im kommenden Monat geht es weiter: Özben wird seine Erfindung bei einer Fachmesse für Gesundheit in Istanbul präsentieren. Dort hofft er, mit weiteren Experten ins Gespräch zu kommen und neue Impulse mitzubringen.

Wer mehr über die Erfindung aus Nienburg erfahren möchte, sollte am Dienstag um 20.15 Uhr ProSieben einschalten. Auch Müjdat Özben und seine Familie werden sich die Aufzeichnung von „Das Ding des Jahres“ ansehen – vor der der Nienburger ganz schön aufgeregt war. „Wenn man da oben steht, vergisst man alles“, berichtet er. Dennoch sei die Präsentation gut gelaufen.

Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.prosteriel.de.

So funktioniert die Show

In jeder Ausgabe von „Das Ding des Jahres“ stellen sich zehn Tüftler mit ihren Erfindungen in fünf Duellen den kritischen Augen der Experten-Jury und dem Urteil des Publikums. Die vier Experten testen stellvertretend für die Zuschauer die präsentierten Erfindungen auf ihre Alltagstauglichkeit, stellen kritische Fragen und geben ihre persönliche Meinung ab. Welche Erfindung das Duell gewinnt und welcher Duell-Sieger am Ende ins Live-Finale einzieht und die Chance auf den 100.000-Euro-Gewinn erhält, trifft allein das Publikum. Die Idee zur Show stammt von Stefan Raab, der „Das Ding des Jahres“ als Produzent mit Raab TV produziert. Janin Ullmann moderiert auch die zweite Staffel der ProSieben-Reihe.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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