Deutliches Maß an Verbindlichkeit und Nachhaltigkeit dank neuer Richtlinien

Samtgemeinde Mittelweser unterstützt Feuerwehren

+
Stellten die Richtlinien vor (v.l.): Jürgen Meyer, Arnold Schröder, Claus Harmening, Andreas Haake, Hans-Hermann Steinmann, Bernd Müller sowie Ludwig Lettmann.

Stolzenau - Von Annika Klepper. Inzwischen sind sie beschlossene Sache, die „Richtlinien zur Förderung des Ehrenamtes und zur Nachwuchsgewinnung der Freiwilligen Feuerwehren in der Samtgemeinde Mittelweser“. Zugegeben, der Name dieses Förderkonzeptes klingt etwas sperrig, doch es steckt auch eine Menge Inhalt in den neuen Richtlinien, die ab 2016 in Kraft treten sollen.

Es war ein lang gehegter Wunsch sowohl der Verwaltung als auch der Politik, sich in dieser Angelegenheit des eigenen Wirkungskreises ein Konstrukt zu schaffen, welches allen Beteiligten ein deutliches Maß an Verbindlichkeit und Nachhaltigkeit geben sollte. Das „Paket“ der Förderrichtlinien stellten Samtgemeindebürgermeister Bernd Müller, Hans-Hermann Steinmann als Vorsitzender des Feuerwehrausschusses, die Gemeindebrandmeister, der Jugendfeuerwehrwart und die Verwaltung im Rahmen einer Feierstunde vor.

Was genau steckt in und hinter dieser Richtlinie? Im weitesten Sinne soll das Ehrenamt in der Feuerwehr eine deutliche Anerkennung und Unterstützung erfahren. Das will sich die Samtgemeinde Mittelweser einiges kosten lassen. Dies fängt mit einer bedarfsgerechten Ausstattung aller Wehren an und geht über Zuschüsse für die Wehrkassen und Musikzüge, Zuschüsse für Führerscheinkosten, die Entschädigung der Ausbilder im Rahmen der Truppmann-I-Ausbildung und die Verpflegung der Lehrgangsteilnehmer im Rahmen der Wochenausbildung auf Samtgemeindeebene bis zum freien Eintritt in die Freibäder in der Samtgemeinde für alle aktiven Feuerwehrmitglieder, um nur einige Beispiele zu nennen.

Mindestens genauso umfangreich ist der Abschnitt zur Förderung des Ehrenamtes im Bereich der Kinder- und Jugendfeuerwehren. Alle Beteiligten sind und waren sich im Rahmen der Beratungen über die Auswirkungen des demografischen Wandels einig. Eine langfristige Aufrechterhaltung der Strukturen der Feuerwehren sei nur durch eine offensive Unterstützung der Nachwuchsförderung machbar. Insofern ist und war es nur konsequent, das im Rahmen der neuen Förderrichtlinien auch zum Ausdruck zu bringen.

Die Samtgemeinde übernimmt zukünftig auf Antrag die Kosten für die Anschaffung von Mannschaftstransportfahrzeugen dann, wenn eine Jugend-/Kinderfeuerwehr vorhanden ist. Die Kosten für die laufende Unterhaltung der Fahrzeuge übernimmt sie ebenfalls. Die Teilnahme an den Kreis-Zeltlagern unterstützt sie finanziell, ebenso die Neuanschaffung von Jugendfeuerwehr-Zelten. Die Betreuer der Kinder- und Jugendfeuerwehren erhalten eine Jugendleitercard-Ausbildung im Bereich der Samtgemeinde. Bewerbungstraining und kostenfreie Zeugniskopien im Bewerbungsverfahren sind ebenfalls verankert. Der kostenlose Eintritt in die Freibäder als Gruppe in Begleitung der Betreuer gilt auch für die Kinder- und Jugendfeuerwehren. Und die Nachwuchsgewinnung und Brandschutzerziehung ist fester Bestandteil der neuen Richtlinien.

Für die Politiker der Samtgemeinde Mittelweser sagte der Vorsitzende des Feuerwehrausschusses: „Die Anziehungskraft, Vitalität und Prosperität der Gemeinde als Wohn- und Gewerbestandort sind nicht zuletzt eng mit der Qualität und dem örtlich wahrnehmbaren Potenzial der inneren Sicherheit verknüpft. Und zu dieser gehören unabdingbar die Strukturen der Feuerwehren, deren Aufgabengebiete sich seit den Zeiten der Erstgründungen bedeutend erweitert haben und über die seinerzeitige alleinige Brandbekämpfung inzwischen weit hinausreichen.“

Nicht zu unterschätzen sei außerdem, dass mit diesem Ehrenamt eine ständige Einsatzbereitschaft rund um die Uhr einhergeht. Dies gelte es, wertzuschätzen und anzuerkennen.

Für die Feuerwehren sprachen Gemeindebrandmeister Jürgen Meyer und seine Stellvertreter Andreas Haake und Ludwig Lettmann ihren Dank für die Unterstützung durch Politik und Verwaltung aus.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

So funktioniert Virtual Fitness

So funktioniert Virtual Fitness

Geschichte und Zukunft des Wankelmotors

Geschichte und Zukunft des Wankelmotors

Alpaka-Nachwuchs in Rethem

Alpaka-Nachwuchs in Rethem

Tourbus unter dem Hammer: Reisen wie einst die Kelly Family

Tourbus unter dem Hammer: Reisen wie einst die Kelly Family

Meistgelesene Artikel

Familie Willen begrüßt 1000 Besucher bei Hoffest

Familie Willen begrüßt 1000 Besucher bei Hoffest

Gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr

Gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr

Brandstiftung: Gericht sieht keine Mordabsicht

Brandstiftung: Gericht sieht keine Mordabsicht

Pkw ohne Versicherungsschutz gefahren

Pkw ohne Versicherungsschutz gefahren

Kommentare