Corona-Infektionen im Landkreis Nienburg

Stadt-Land-Gefälle - aber warum?

Landkreis – 95 Corona-Kranke in der Stadt Nienburg, zwölf in Marklohe und zehn in Liebenau. So sah mit Stand am Mittwochmorgen (6. Oktober) die „Top drei“ der Orte im Kreis mit bestätigten Fällen aus. Deutlich abgeschlagen liegen im Vergleich dazu Kommunen wie Bücken, Drakenburg oder Estorf mit jeweils weniger als fünf Fällen. Wie kommt es zu diesem starken Stadt-Land-Gefälle?

Kreis-Sprecher Michael Duensing berichtet auf Nachfrage, dass dieses Bild auch bei den Experten im Gesundheitsamt für Kopfzerbrechen gesorgt habe. „Das ist ein Phänomen“, sagt Duensing. Aber: „Wir haben keine eindeutige Antwort darauf.“

Das Nienburger Stadtgebiet sei seit Beginn der Pandemie immer mit deutlich mehr Fällen als die Umlandgemeinden aufgefallen. Weshalb das so ist, habe man noch nicht herausgefunden. Duensing zufolge handelt es sich um ein „diffuses Infektionsgeschehen“. Das heißt: Es lassen sich bislang keine einzelnen Gruppen wie zum Beispiel ungeimpfte Erwachsene, Reiserückkehrer oder auch bestimmte Orte als „Hotspots“ ausmachen. Zwar seien bei den genannten 95 Fällen in Nienburg Schulen, Kindergärten und auch Betriebe dabei, aber die Fälle verteilten sich Duensing zufolge eben auf verschiedene Einrichtungen, sodass keine gehäuften Infektionen an einem Ort erkennbar sind.

Dem Kreis-Sprecher zufolge gehen die Experten derzeit davon aus, dass die Kreisstadt aufgrund ihrer höheren Einwohnerzahl von derzeit rund 33 000 Bürgern mehr Fälle aufweist. Die Bevölkerungsdichte ist in der Stadt einfach größer als auf dem Dorf, so Duensing. Hinzu komme eine größere Anzahl an Betrieben und öffentlichen Einrichtungen, in denen viele Menschen zusammentreffen könnten.

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