Demonstration in Nienburg verläuft bis auf kleinere Störungen friedlich

120 Menschen setzten Zeichen gegen Rechts

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Rund 120 Teilnehmer demonstrierten in Nienburg friedlich gegen Faschismus. Fo: Kreykenbohm

Nienburg - Mit festem Schritt marschierten sie am Sonnabendnachmittag durch die Nienburger Innenstadt. Vor sich her trugen sie farbige Banner mit Aufschriften wie „Refugees welcome“ (Flüchtlinge willkommen) oder „Es gibt kein sicheres Hinterland – Nazistrukturen offenlegen und zerschlagen“.

Und genau das war das Hauptanliegen der Organisatoren der Demonstration, an der sich rund 120 Menschen beteiligten: Sie wollen auf Nazistrukturen, die es ihrer Meinung nach auch in Nienburg gibt, hinweisen.

Angemeldet hatte die Demonstration der Abgeordnete der Partei „Die Linke“ Torben Franz aus Nienburg, der nach eigener Aussage schon mehrfach von Mitgliedern des rechten Spektrums bedroht worden sei. Er wisse zudem, dass er damit nicht alleine stehe, dass auch Jugendliche mit linker politischer Einstellung verfolgt und bedroht würden. „Es gibt auch bereits eine nach rechts abgedriftete Bürgergruppe, die man im Internet findet“, sagte Franz in seiner Rede zum Auftakt der Veranstaltung am Nienburger Bahnhof.

Danach marschierte der Demonstrationszug Richtung Jobcenter und schließlich zur Innenstadt. Insgesamt 45 Polizisten begleiteten die Demonstranten, 26 davon von der Bereitschaftspolizei Hannover. Immer mal wieder tauchten außerhalb der Versammlung Personen auf, die laut Polizeiangaben dem rechten Spektrum zuzuordnen sind und sorgten für leichte Unruhe unter den Teilnehmern der Demo. Einzelne Personen oder auch kleine Gruppen lösten sich aus dem Tross und näherten sich den Rechten. Jedoch verhinderte die Polizei durch schnelles Eingreifen eine direkte Konfrontation beider Gruppen. Insgesamt sei die Demonstration jedoch friedlich verlaufen, sagt die Pressesprecherin der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg, Gabriela Mielke. „Es wurde die Identität von fünf Personen festgestellt. Vier aus dem linken Spektrum, eine aus dem rechten. Zudem bekam einer der Rechten einen Platzverweis, und es wurden bei einem von ihnen Schlagschutzhandschuhe gefunden und sichergestellt.“

juk

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