Corona-Schutz-Regeln in Nienburger Schulen

Schüler und Eltern gehen auf Nummer sicher

Eine Maske liegt auf einem Schreibtisch, Schüler sitzen im Hintergrund.
+
Der Nienburger Kreisschülerrat und die Elternvertreter wollen die mühsam gewonnene Freiheit nicht riskieren, indem die Corona-Fallzahlen an den Schulen im Kreis wieder steigen.

Landkreis – Masken weg, Umarmungen her – immerhin sind die Infektionszahlen im Landkreis Nienburg seit geraumer Zeit unter der kritischen Marke von 35. Bloß nicht, meinen Landes- und Kreisschülerrat. Auf den letzten Metern vor den Sommerferien solle man nicht leichtsinnig werden.

„Schüler brauchen jetzt für die letzten Wochen keinen Erlass-Dschungel, den weder Schüler noch Lehrer zu 100 Prozent durchblicken“, sagt Justus Scheper vom Landesschülerrat-Vorstand LSR. Die generelle Richtung sei jedoch die richtige. „Das Einhalten des Mindestabstandes und das Kohortenprinzip sind die unumstößlichen Grundbausteine eines in der Vergangenheit sehr erprobten Infektionsschutzes. Auch das inzidenzbasierte Szenarienmodell, welches sich ständig der aktuellen epidemiologischen Lage anpasst, verdient große Anerkennung, betont Scheper.

Volger: Schüler sind vorsichtig, viele wollen die Impfung

Constanze Volger ist Sprecherin des Kreisschülerrates in Nienburg. Die 17-Jährige besucht das Nienburger Albert-Schweitzer-Gymnasium und unterstützt grundsätzlich die Haltung des LSR. „Es wäre auch Quatsch, jetzt Lockerungen zuzulassen und dann nach den Sommerferien alles wieder runterfahren zu müssen.“ Sie sieht es als extrem wichtig an, dass die Schulen geöffnet bleiben.

Die 17-Jährige berichtet, dass derzeit einige Schüler konsequent weiter Mund-Nasenschutz in der Schule tragen würden, auch wenn die Inzidenz stabil unter 35 liege. Auch die Impfbereitschaft ist laut Volger hoch unter den Jugendlichen. „Viele haben die erste Impfung sogar schon, ab nächster Woche bekommen die ersten Schüler ihre zweite“, berichtet sie.

Mit Blick auf die vielen Kontakte, die die Jungen und Mädchen im Schulalltag nicht vermeiden können, sei es unlogisch, dass diese Gruppe nicht priorisiert worden sei. Auch die Delta-Variante könne sich gerade unter Schülern sehr schnell ausbreiten.

Aus der Sicht des des LSR ist zum jetzigen Zeitpunkt „kein schnelles Lockern der Maßnahmen nötig, sondern ein Lockerungsprogramm, das infektionsbasiert vorgeht“. Damit hofft der Verband, auch eine etwaige Welle der Delta-Variante des Covid-19-Virus’ im Herbst gut zu überstehen.

Albers: „Freiheiten nicht aufs Spiel setzen“

Ähnlich denkt auch Carsten Albers, Vorsitzender des Kreiselternrates Nienburg. Der Familienvater freut sich, dass Kinder inzwischen seit einigen Wochen regulären Präsenzunterricht erleben. „Diese Freiheit sollten wir in der Tat nicht aufs Spiel setzen, indem wir vorzeitig auf die minimalen Schutzmaßnahmen wie das Tragen eines Mund-Nasenschutzes auf den Begegnungsflächen einer Schule verzichten“, betont Albers. „Wir sehen an Vorfällen wie bei der EM – 2000 Infektionen unter schottischen Fans im Zusammenhang mit dem Stadionbesuch – dass das Virus immer noch in der Lage ist, sich sehr schnell zu verbreiten“, ergänzt er. Albers findet es daher auch richtig, die bestehenden Vorgaben bis zu den niedersächsischen Sommerferien beizubehalten.

Sein Eindruck sei, dass die Schüler damit inzwischen sehr gut zurechtkommen. „Wir werden nach den Ferien einen sehr viel besseren Überblick über die Situation haben und können dann über weitere Erleichterungen entscheiden“, regt er an.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Was bei einem Kaiserschnitt auf Frauen zukommt

Was bei einem Kaiserschnitt auf Frauen zukommt

Meistgelesene Artikel

Smurfit Kappa zeigt soziale Verantwortung

Smurfit Kappa zeigt soziale Verantwortung

Smurfit Kappa zeigt soziale Verantwortung

Kommentare