Busse aus Bayern verspäten sich / In BBS-Halle ist alles vorbereitet

Warten auf die Flüchtlinge: Eintreffen erst heute

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Auch für die Registrierung der Ankömmlinge aus den unterschiedlichsten Ländern ist in der BBS-Sporthalle alles vorbereitet.

Nienburg - Von Kurt Henschel. Für den gestrigen Nachmittag angekündigt worden war Ende vergangener Woche die Ankunft der ersten 100 Flüchtlinge, die in der Sporthalle der Berufsbildenden Schulen (BBS) ihre Notunterkunft beziehen sollten. Alles war vorbereitet: Feldbetten und Sitz-Ecken hatten Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und der Feuerwehr aufgebaut. Auch Essen und Trinken standen bereit. Unklar aber war den gesamten Tag über der genaue Zeitpunkt des Eintreffens der Flüchtlinge. Weder der Landkreis noch die Polizei kannte ihn. Niemand wusste genau, wann die Busse eintreffen würden.

Präsent sein und abwarten – mehr blieb Rettungsdienst- und Einsatzleiter Mike Plate samt Team nicht übrig. Gestern warteten sie allesamt auch am Abend vergeblich: Die Abfahrt der Busse mit den Flüchtlingen hatte sich verspätet. Bis 17 Uhr hatte Martin Krone, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Nienburg, noch keine Nachricht darüber erhalten, dass die Busse in Bayern abgefahren seien. Rein rechnerisch konnten sie zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr am gestrigen Tag in Nienburg eintreffen.

Wann die Flüchtlinge an der Sporthalle der BBS ankommen, weiß niemand wirklich. Selbst dann, wenn die Nachricht über die Abfahrt bekannt ist, gibt es immer noch zahlreiche Unwägbarkeiten über den Verlauf der Fahrt: Staus, notwendige Pausen und auch das Wetter können die Dauer der Reise in Richtung Nienburg beeinträchtigen. „Es bleibt uns nichts übrig, als abzuwarten“, erklärten am Abend sowohl Krone als auch Plate. Beide gehen davon aus, dass es wohl am heutigen Vormittag soweit sein könnte.

DRK, die Kreisfeuerwehr Nienburg, die Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) sowie das Technische Hilfswerk (THW) haben „am Wochenende richtig geklotzt“, verriet Plate. Der Einsatz-Wille aller Helfer sei „phänomenal“ gewesen.

Aufgeteilt ist die BBS-Halle in drei Bereiche – einer für Frauen, einer für Männer, einer für Familien. Acht Arzt-Zimmer gibt es, in denen alle Ankömmlinge eine Erst-Untersuchung bekommen. Sollte jemand erkrankt sein, stünde das benachbarte Krankenhaus zur Verfügung, bei einem eventuellen Seuchen-Verdacht ist sogar eine Quarantäne-Station aufgebaut.

Über den Stand der Dinge in der Halle und um sie herum informierten sich gestern am späten Nachmittag Nienburgs Landrat Detlev Kohlmeier sowie Volker Kamann, Ordnungsamtsleiter der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen. Er wollte sich anschauen, was zu tun ist, wenn auf Bruchhausen-Vilsen Anfang kommenden Jahres eine große Welle an Flüchtlingen zukomme.

Die gesamte Zeit vor Ort war auch Nienburgs stellvertretender Kreisbrandmeister Volker Brinkmann, ebenso sahen Bernd Fischer als Kreisbrandmeister immer wieder vorbei. Sie alle schauten sich an, wie die BBS-Halle eingerichtet ist, während sich bereits Security-Kräfte vor Ort aufhielten, die auf die Einhaltung der Regeln achten sollen.

An alles ist gedacht, alles ist vorbereitet. Sämtliche Kräfte warten nun auf die Ankunft der Flüchtlinge in der Behelfsunterkunft BBS-Sporthalle.

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