Staatssekretärin lobt Herberge zur Heimat in Liebenau

Nienburger Projekt bekommt finanzielle Unterstützung aus Brüssel

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Freuen sich über Hilfe aus Brüssel (v.l.): Maik Beermann, Katja Keul, Bettina Mürche, Gabriele Lösekrug-Möller, Thomas Becker, Walter Eisner und Heinz-Friedel Bomhoff.

Nienburg/ Liebenau - Der „Europäische Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP)“ soll die Zahl der von Armut gefährdeten Menschen reduzieren und deren soziale Integration verbessern. Dem Verein Herberge zur Heimat Nienburg wurde für die Region Nienburg das Projekt „Teilhabe in der Peripherie – Inklusion von besonders Benachteiligten auf dem Lande“ bewilligt.

Der Verein intensiviert damit das Beratungs- und Unterstützungsangebot seiner Beratungsstelle „Wohnwege“. Wohnungslose und von Wohnungslosigkeit Bedrohte sollen an das reguläre Hilfesystem angebunden werden, heißt es in einer jetzt von der Einrichtung vorgelegten Pressemitteilung.

Die Samtgemeinde Liebenau als Teilprojekt-Partner des Herbergsvereins verstärkt die Unterstützung von EU-Zugewanderten. Weiterer Kooperationspartner des Projekts ist der Landkreis Nienburg, der die Ziele des Projekts ideell fördert.

Herausforderungen mit Hilfe von außen bewältigen

„Trotz Fußball-Europameisterschaft bin ich froh, heute bei einer Auftakt- und nicht bei einer Kick-Off-Veranstaltung zu sprechen“, lobte die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Gabriele Lösekrug-Möller, die Veranstaltenden bei ihrem Impulsvortrag augenzwinkernd. Der Herbergsverein hatte die Staatssekretärin für den offiziellen Start des EHAP-Projekts gewinnen können. „Mit einem finanziellen Volumen von insgesamt rund 92,8 Millionen Euro werden ab diesem Jahr Projekte in ganz Deutschland gefördert, die sich an besonders benachteiligte Menschen richten“, erläutert die Sozialdemokratin, die derzeit als Bundestagsabgeordnete auch den Wahlkreis Nienburg/Schaumburg vertritt. „Die Förderquote von 85 Prozent durch die EU stockt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales um weitere zehn Prozent auf, so dass der Eigenmittel-Anteil der Projektträger lediglich bei fünf Prozent liegt.“

Liebenaus Samtgemeindebürgermeister Walter Eisner hatte zuvor die Fachleute aus Politik, Verwaltung, Schulen und sozialen Einrichtungen begrüßt. „Zehn Prozent der Bevölkerung sind in den vergangenen Jahren aus EU-Staaten zugewandert. Die dadurch entstandenen Herausforderungen können wir nur mit Hilfe von außen bewältigen“, freut sich Eisner über die Möglichkeit, dank der EHAP-Fördermittel bis zunächst 2018 in die Beratung für neue Bürger intensivieren zu können.

Mit langem Atem um Mittel bemüht

Für die politische Unterstützung der EU-Förderung zugunsten der am stärksten Benachteiligten im Landkreis Nienburg durch Gabriele Lösekrug-Möller sowie den Bundestagsabgeordneten Maik Beermann (CDU) bedankte sich die Vorsitzende des Vereins Herberge zur Heimat Nienburg, Bettina Mürche. Als Vertreter des Landkreises Nienburg lobte Karsten Buchholz als Fachbereichsleiter Soziales die Akteure des Herbergsvereins, die sich mit langem Atem um Fördermittel für besonders Hilfsbedürftige bemüht hätten.

Wohnungslose und von Wohnungslosigkeit Bedrohte aus dem Landkreis können sich an Claudia Vogt von der Beratungsstelle „Wohnungs- und Existenzsicherung“ in der Leinstraße 16 in Nienburg unter der kostenfreien Rufnummer 0800 / 6000403 wenden. Für EU-Zugewanderte aus dem Raum Liebenau stehen Henning Andresen, Emi Munteanu und Teresa Brozek-Hohensee in der Schule in Liebenau, Schloßstraße 10, Telefon 05023 / 945109, zur Verfügung.

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