Schausteller zeigen Bereitschaft

Weihnachtsmarkt soll schon 2015 in die Innenstadt

Nienburg - Wende in der Diskussion um die Verlegung des Weihnachtsmarktes in die Nienburger Innenstadt: Nachdem Schausstellerverbände und Vereine sich zunächst gegen eine Verlegung des Marktes vom Ernst-Thoms-Platz ausgesprochen hatten, eröffneten sich im Ausschuss für Sicherheit und Ordnung am Mittwochabend doch neue Möglichkeiten.

 Der Weihnachtsmarkt soll spätestens ab 2016 in der Innenstadt (Fußgängerzone) stattfinden und bereits jetzt ein Beirat unter Führung des Bürgermeisters gegründet werden, beschloss der Ausschuss für Sicherheit und Ordnung am Mittwochabend. „So haben wir noch keine genaue Positionierung und die Sicherheit, dass 2016 ein neuer Markt kommt ohne uns in Zugzwang zu bringen“, betonte Hans-Peter Rübenack (CDU). „Wir hätten zusätzlich die Chance, auf Bürgerresonanz zu reagieren“, erklärte Bürgermeister Henning Onkes. Dennoch soll versucht werden, bereits in diesem Jahr einen Markt auf die Beine zu stellen.

Nachdem der Bürgermeister nochmals den Plan vorgestellt hatte, den Markt zukünftig rund um die Kirche an Marktplatz, Kirchplatz und Teilen der Langen Straße zu veranstalten, meldeten sich die Schausteller zu Wort.

Ab sofort bis Ende Juli will man Ideen der Bürger für das Bühnenprogramm, zur Besetzung der Holzhütten, Erfahrungen und die Bereitschaft selbst teilzunehmen aufnehmen. Der Beirat wird sich dann mit den Themen befassen und prüfen, inwiefern sich die Anregungen in das Konzeot integrieren lassen. Anregungen können an die Stadt per Mail an weihnachtsmarkt-nienburg@gmx.de geschickt werden.

„Wir wollen besser, größer und schöner werden und finden es nicht schlecht, mit der Stadt zusammen zu arbeiten“, sagte Andreas Fick vom Schaustellerverband. Die Schausteller könnten sich beispielsweise vorstellen, zukünftig in der Georgstraße zu stehen. „Das würden wir machen, da gibt es morgens schon Laufkundschaft“, so Fick. Allerdings äußerten die Schausteller auch ihre Bedenken. „Wir wollen nicht ins kalte Wasser geschmissen werden. Die meisten leben von den Einkünften aus dem Weihnachtsgeschäft über die Wintermonate. Wenn wir an einer Stelle sind, wo kaum Kunden kommen, könnten einige Existenzprobleme bekommen“, unterstrich Fick.

Die Offenheit der Schausteller stieß bei den Ausschussmitgliedern derweil auf viel Resonanz. „Wenn wir einen Weihnachtsmarkt an zwei Stellen haben, werden wir definitiv nicht glücklich“, so Hans-Peter Rübenack (CDU). Dem stimmte auch Rüdiger Altmann (SPD) zu: „Fakt ist, dass es nur mit den Schaustellern zusammen geht.“ Bedenken äußerten fast alle Vertreter, ob ein neuer Standort für den Weihnachtsmarkt noch in diesem Jahr realisierbar sei. „Vier Monate reichen nicht für die Ausgestaltung. Die Vereine und Verbände begrüßen den neuen Standort, wollen dort aber noch nicht hin“, betonte Vorsitzender Tim Hauschildt (CDU). Man sollte noch ein Jahr warten und in einem sofort zu gründenden Beirat mit Vertretern der Schausteller, Kirche, Soziales, Kultur und Werbegemeinschaft ein Konzept erarbeiten.

Das Konzept von Henning Onkes sieht aber auch eine rege Bürgerbeteiligung vor. „Es soll ein Markt von Bürgern für Bürger werden“, erklärte der Bürgermeister. Ein stark ehrenamtlicher Markt sei die Idee. „Die Botschaft ist, dass der Weihnachtsmarkt bürgerorientiert entstehen soll“, so Onkes. Damit es noch in diesem Jahr mit einem Markt funktioniere, erörterte der Bürgermeister auch gleich einen detaillierten Zeitplan (siehe Artikel unten). „Wenn wir den erweiterten Kirchenraum ins Auge fassen, könnte es dieses Jahr noch klappen“, meinte Ralf Gilster (SPD). Und auch bei den Schaustellern zeigte man Bereitschaft. „Wenn alles so läuft, wie das jetzt geplant ist, sind wir zufrieden“, betonte Fick.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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