Bad Blenhorst, 1842 als Kuranstalt gegründet, steht vor der Wiederbelebung.

Das wohl kleinste Moorbad in Deutschland

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Bad Blenhorst, 1842 als Kuranstalt gegründet, steht vor der Wiederbelebung.

Schon 1842 wurde der Ort Blenhorst als Kuranstalt gegründet und war bis Ende 2010 Kurort. In einem Werbeprospekt aus den 1930er-Jahren wurde über das damalige Kurbad geschrieben: „Schwefelquelle, Solquelle und das mit Schwefelwasser angereicherte Moor sind die natürlichen Heilmittel von Blenhorst. Es ist das wohl kleinste Moorbad in Deutschland. Das dickbreiige Moor wird vor Ort gewonnen und mit Solequellwasser vermischt. Der langsame Wärmeeinfluss in den Körper ist um das siebenfache höher gegenüber einem wässrigen Moorbad.

Die Legende sagt, dass 1840 ein Schäfer die salzhaltigen und nach Schwefel riechenden Quellen entdeckte. Er badete mehrfach darin und im Herbst waren seine Zipperlein verschwunden. Der damalige Kreis-Physikus stellte fest, dass es sich um Heilwasser handelt und sorgte für die ersten Badeeinrichtungen. Kuren der besonderen Art haben in Blenhorst Tradition – seit 150 Jahren. Für jeden Gast standen bis zur Schließung des Betriebs pro Bad drei Zentner (150 Kilogramm) Moor zur Verfügung. Die Gäste beziehungsweise Patienten schwebten darin, viele Gelenke erfuhren eine bis zu 90-prozentige Entlastung.

Der bis auf 44 Grad Celsius erwärmte Badebrei ist das Bemerkenswerte gewesen. Im familiengeführten Betrieb wurden Heilmoor und eigenes Schwefel-Sole-Quellwasser zu sehr wirksamen Moorbreibädern nach altbewährtem Rezept vermengt.

Das Kurbad Blenhorst gilt als „Deutschlands kleinstes Moorbad“ und bot Erholung und Entspannung für Körper und Geist. Schon vor gut 70 Jahren schwärmten viele Gäste, dass sie sich nach einem Aufenthalt wie neugeboren fühlten. Der Ort lud ein, zu sich selbst zu finden. Das ist heute nicht mehr so, das soll aber bald wieder so sein. Dann sollen in der Mittelweser-Region unweit der Stadt Nienburg wieder Rheuma, Gicht, Ischias, Wirbelsäulenschäden, Gelenk- und Muskelschmerzen sowie chronische Entzündungen behandelt werden. Aber auch Wellness- und Beauty-Gäste sollen auf ihre Kosten kommen: Wohltuende Massagen, Tiefenwärme und Wassergymnastik im 33 Grad warmen Bewegungsbad mit aus sieben Quellen entspringendem Schwefel-Sole-Wasser. Zurückkehren soll das Leben dann auch wieder in das 1904 erbaute Kurhaus.

hen

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