Bericht übers Storchenjahr: Fast doppelt so viele Junge flügge wie 2014

Adebar kuschelt gern im Liebesnest

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Auch in Magelsen ließ sich ein Storchenpaar sehen.

Landkreis - Ein gutes Jahr bescheinigt der ehrenamtliche Storchenbetreuer Dr. Reinhard Löhmer Meister Adebar im Landkreis Nienburg. 61 Junge sind flügge geworden – fast doppelt so viele wie im Vorjahr (32), bilanziert er in seinem Bericht. Dabei nisteten mit 35 Paaren zwei weniger als im vergangenen Jahr im Kreis.

Die meisten Jung-Störche (jeweils vier) verließen in Landesbergen-West und Sebbenhausen das Nest. Aber auch die Paare in Eystrup (zwei ausgeflogene Junge) und Mahlen (3) waren erfolgreich, während in Ubbendorf wie bei sieben anderen Paaren keine Jungen das Nest verließen (siehe Infokasten).

Für den Gesamtanstieg nennt Löhmer vor allem zwei Gründe: besseres Wetter und viele Mäuse. „Die für die Jungen problematische Kombination von Dauerregen und Kälte hat es zum Glück nicht gegeben. Im vergangenen Jahr hatten viele Jungstörche die Nässe und Kälte Ende Mai und Mitte Juni“, schreibt Löhmer, der auch stellvertretender Vorsitzender des BUND-Landesverbandes ist.

Die kühle Witterung – laut dem Fachmann war das Wetter im Mai und Juni sehr kühl und über weite Strecken auch zu trocken – habe jedoch die Menge der Insekten und Regenwürmer vermindert. „Beides wichtige Elemente in der Ernährung der Störche“, so Löhmer. Doch dafür ließ sich ein anderes Beutetier in großer Zahl blicken: Es hat eine Massenvermehrung bei den Mäusen, vor allem der Feldmaus, gegeben, sodass Nahrungsengpässe mehr als kompensiert werden konnte, heißt es in dem Bericht. „Gute Mäusejahre garantieren in der Regel auch beim Weißstorch einen guten Bruterfolg“, weiß Löhmer.

An vielen Nestern habe es erneut zum Teil sehr heftige Kämpfe mit Paar- und Partnerwechsel sowie Ei- oder Jungen-Verlusten gegeben. Dabei kamen auch einige Störche ums Leben. „Grundsätzlich entscheiden über den Bruterfolg das saisonale Futterangebot, die Witterung und vor allem auch die biologische Fitness (Bruterfahrung) der Eltern“, so Löhmer. Er fordert weitere Anstrengungen beim Erhalt und der ökologischen Entwicklung des Lebensraums. „Nicht jedes Jahr wird die Feldmaus vorhandene Defizite kompensieren!“.

Nester: Eystrup (2, ausgeflogene Junge), Mahlen (3), Drakenburg (1), Gadesbünden (3), Haßbergen-Nord (0), Haßbergen -Süd (1), Ubbendorf (0), Bolsehle (2), Estorf (2), Husum (2), Landesbergen-Ost (2), Landesbergen-West (4), Leese (2), Schessinghausen (0), Balge (0), Kroge (3), Lemke (2), Sebbenhausen (4), Nienburg-Stadt (0), Loccum (1), Münchehagen (0), Rehburg-Ost (2), Rehburg-West (3), Winzlar (3), Linsburg (2), Steimbke (3), Wendenborstel (1), Düdinghausen (3), Steyerberg (2), Wellie (0), Anemolter (0), Stolzenau (3), Diepenau (2), Schamerloh (1) und Uchte (2).

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