Antrag der Stadtratsfraktion der FDP

Ein Behindertenbeirat für Nienburg

Iris Wesling (v.l.) und Axel Schäfer vom Behindertenbeirat des Landkreises Nienburg treffen sich mit den FDP-Ratsherren Detlef Becker und Heiner Werner.
+
Setzen sich für Menschen mit Handicap ein: Iris Wesling (v.l.) und Axel Schäfer vom Behindertenbeirat des Landkreises Nienburg treffen sich mit den FDP-Ratsherren Detlef Becker und Heiner Werner.

Nienburg – Die Interessen von Menschen mit Behinderung sollen mehr präsent sein und auch stärker berücksichtigt werden. Dieses Ziel formulierte jetzt die FDP-Stadtratsfraktion und setzte sich daher mit Vertretern des Behindertenbeirats des Landkreises zusammen. „Ergebnis des Treffens ist ein Antrag auf Einrichtung eines Behindertenbeirats speziell für die Stadt Nienburg“, heißt es in einer Mitteilung.

FDP-Fraktionsvorsitzender Detlef Becker, der durch eigene Erfahrungen mit dem Thema Behinderung konfrontiert ist, hatte die Idee zu dem Treffen. „Bei Planungen für das ZidA-Familienzentrum in der Alpheide ist mir aufgefallen, dass das Thema Berücksichtigung von Interessen behinderter Menschen nicht ganz oben auf der Agenda von Rat und Verwaltung steht“, so Becker. Auch bei anderen Vorhaben, beispielsweise dem Haltestellenbau oder bei der Einrichtung von Fußgängerüberwegen scheine das Thema Inklusion noch nicht wirklich präsent zu sein.

Hoffnung: Viele Themen bürgerfreundlicher abarbeiten

Ähnlich sahen das Iris Wesling und Axel Schäfer vom Behindertenbeirat des Landkreises. Mit den bestehenden Aufgaben auf Kreisebene, beispielsweise mit der beratenden Tätigkeit in den Fachausschüssen des Kreistags, sei man zeitlich schon gut eingebunden, da könne man nicht auch noch in jeder Kreiskommune die einzelnen Planungen und Vorhaben inhaltlich begleiten. Dafür müsste vor Ort ein eigener Beirat eingerichtet werden. „Einige Städte im Bereich des Landkreises Schaumburg haben das schon gemacht“, berichtete Wesling. „Für die Stadt Nienburg wäre Ähnliches mehr als angebracht“, betonen beide Parteien.

Für die nächste Ratssitzung hat die FDP-Ratsfraktion deshalb einen entsprechenden Antrag auf Einrichtung eines Behindertenbeirats gestellt. Ziel ist ein Start des Gremiums Anfang 2022. „Mit Blick auf die UN-Behindertenkonventionen und das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ist dies auch angezeigt“, findet Becker.

Ratsherr Heiner Werner, der auch schon im Kreistag die Arbeit des dortigen Behindertenbeirats zu schätzen gelernt hat, hofft, dass viele Themen im Stadtrat mithilfe des Beirats besser und bürgerfreundlicher abgearbeitet werden können. Die Aufgabenfelder sind vielfältig: Ratsvorlagen in einfacher Sprache, barrierefreie Zugänge zu Liegenschaften und Informationen, Gestaltung der Innenstadt, Bushaltestellen, Leitstreifen, Beleuchtung, „Gefahrenabwehr“, Schulen/Kitas und die Teilhabe am politischen und öffentlichen Leben ganz generell. Der Kreisbehindertenbeirat und die FDP hoffen auf eine breite Mehrheit für den Antrag und eine zügige Einrichtung des neuen Gremiums auf Stadtebene, heißt es weiter.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Corona im Landkreis Nienburg: Ab heute gelten strengere Regeln

Corona im Landkreis Nienburg: Ab heute gelten strengere Regeln

Corona im Landkreis Nienburg: Ab heute gelten strengere Regeln
Kinder der DLRG Eystrup sammeln fast 2500 Euro für die Flutopfer

Kinder der DLRG Eystrup sammeln fast 2500 Euro für die Flutopfer

Kinder der DLRG Eystrup sammeln fast 2500 Euro für die Flutopfer
Schwerer Unfall in Eystrup: Zwei Fahrzeuge prallen zusammen – 14 Verletzte

Schwerer Unfall in Eystrup: Zwei Fahrzeuge prallen zusammen – 14 Verletzte

Schwerer Unfall in Eystrup: Zwei Fahrzeuge prallen zusammen – 14 Verletzte
Abtauchen, auftauchen, ankommen

Abtauchen, auftauchen, ankommen

Abtauchen, auftauchen, ankommen

Kommentare