Autor Helmut Rode und Förderverein der Heimatstube legen Buch vor

In einem Klassenzimmer liegt der Grundstein

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Alle Achtung: Helmut Rode, ehemaliger Bundestagsabgeordneter sowie Landrat, hat auch mit 84 Jahren keine Scheu vor dem Computer und an ihm das Buch „30 Jahre Heimatstube“ in Wietzen realisiert. Jetzt ist das Buch fertig und ab Dienstag auch zu kaufen.

Wietzen - In einem Klassenzimmer liegt der Grundstein: Dort nahm am 14. April 1985 alles seinen Anfang. An diesem Tag erfolgte in der Alten Schule in Wietzen die Gründung der örtlichen Heimatstube. Kommenden Dienstag ist es soweit – dann feiert die Heimatstube Wietzen ihren 30. Geburtstag. Und zu diesem Anlass gibt es ein Buch.

Pünktlich zum runden Geburtstag liegt das Buch „30 Jahre Heimatstube Wietzen“ druckfrisch vor. Autor Helmut Rode, Leiter der Geschichtswerkstatt und Gemeindearchivar, beschreibt darin die Entwicklung des Museums in drei Jahrzehnten und dokumentiert mit zahlreichen Bildern unterschiedliche Aktionen und Begegnungen zwischen „Böckmanns Scheune“, Bauerngarten und Alter Schule.

Herausgeber des 270 Seiten starken Druckwerks ist der Förderverein der Heimatstube Wietzen. Zusammengestellt, layoutet, fotografiert und bis auf wenige Ausnahmen geschrieben hat Helmut Rode das Buch nahezu in Eigenregie. Lediglich in den letzten Produktionswochen griff er auf Unterstützung bei Technik und Redaktion zurück. Eine Riesenarbeit für den 84-Jährigen, der sich zudem erst vor wenigen Monaten zu dem Projekt entschlossen hatte.

An Unterlagen mangelte es Rode nicht: In seinem Computer verfügt er über mehr als 30000 Bilder und gescannte Unterlagen aus dem Leben des Dorfes Wietzen: „Ich konnte also beruhigt ans Werk gehen, aber das Aussortieren, weil man zu viel Material hat, das ist ganz schlimm“, sagt er rückblickend auf den schier unmöglichen Versuch, jedem Anlass, allen Sonderthemen an den Tagen der offenen Tür, jedem aktiv Mitwirkenden genügend Platz zu geben.

Wichtig war dem Autor allerdings auch, nicht nur seine Sicht der Dinge zuzulassen. So kommt im ersten Abschnitt der Gründer der Heimatstube, Heinrich Lüdeke, vielfach selbst zu Wort. Mit Original-Dokumenten in akkurater Handschrift und klaren Aussagen zu dem, was er bewirken wollte und wie er sich den Aufbau der Heimatstube vorstellte, bleibt Lüdekes Erbe eindrucksvoll erhalten.

Mit Pastor Dr. Gottfried Schmidt und Lehrer Paul Schefter richtet Rode den Blick auf zwei Männer, denen das Dorf bereits im Vorfeld der Heimatstuben-Gründung viele Daten und Dokumente zu verdanken hatte. Nicht zuletzt verdeutlicht der Gast-Beitrag des renommierten Geschichts-Professors Dr. Bernd Ulrich Hucker – „Ein halbes Jahrhundert Erinnerungen an Heinrich Lüdeke, die Burg Stumpenhusen und Wietzen“ –, warum sich gerade Wietzen in eine besondere Verantwortung genommen sieht, Kindern und Erwachsenen die Heimatgeschichte anschaulich zu machen.

Dass sich das Heimatstuben-Team dieser Aufgabe mit immer neuen Ideen stellt, zeigt das Buch in einem vielfältigen Bilderbogen. Und es macht vor allem deutlich: Ohne die helfenden Hände, die fleißige „Rentnerband“ der ersten Stunde und später das rührige Team um den Heimatstuben-Leiter Friedrich Timke und den Fördervereins-Vorsitzenden Wilfried Lühring, wäre es nicht möglich gewesen, aus dem ersten kleinen Klassenzimmer das heutige Museums-Ensemble mit rund 700 Quadratmetern Fläche, mehr als 6000 Exponaten, der Geschichtswerkstatt und erfolgreicher museumspädagogischen Zusammenarbeit mit der Grundschule entstehen zu lassen.

Die Vorstellung des Buches erfolgt am Dienstag vor geladenen Jubiläums-Gästen in der Heimatstube. Zu haben sein soll „30 Jahre Heimatstube Wietzen“ danach zum Preis von 15 Euro bei Wilfried Lühring und Helmut Rode sowie künftig bei sämtlichen Veranstaltungen in der Heimatstube.

cht

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