Ausstellung und Vortrag zu Juden in Rehburg-Loccum

„Geflüchtet, deportiert und ermordet“

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Zum schwierigen Verhältnis von Loccum und den Juden hält Fritz Erich Anhelm einen Vortrag. Er versucht dabei den Gründen auf die Spur zu kommen.

Petershagen - Von Beate Ney-Janßen. Das schwierige Verhältnis von Loccum zu den Juden vereint in Ausstellung und Vortrag: Die Darbietung „Sie waren Nachbarn“ im Rathaus von Petershagen und ein Vortrag von Dr. Fritz Erich Anhelm zum Thema „Loccum und die Juden“ gibt es in der Alten Synagoge Petershagen. Hintergründe und Auswirkungen der Verfolgung stehen im Mittelpunkt einer Vernissage am Sonntag, 10. Januar.

Ein Baustein gegen Ausgrenzungen und Verfolgungen sollte die Ausstellung „Sie waren Nachbarn – geflüchtet, deportiert, ermordet“ sein, die der Arbeitskreis Stolpersteine Rehburg-Loccum 2014 konzipierte. Alltagsszenen aus dem Leben der Juden in Rehburg-Loccum vor der NS-Zeit hat der Arbeitskreis aufgegriffen, Szenen von Übergriffen während der Nazi-Herrschaft und auch Beispiele von Zivilcourage. Jedes der daraus entstandenen Bilder steht im Kontext zu dem, was mit den Menschen aus der kleinen jüdischen Gemeinde danach geschah – sie mussten flüchten oder wurden deportiert und – mit einer Ausnahme – allesamt ermordet.

Diese Ausstellung wird nun von der Arbeitsgemeinschaft (AG) Alte Synagoge Petershagen im Rathaus der Stadt gezeigt. Vom 10. Januar bis zum 12. Februar ist sie dort montags bis freitags, 8.30 bis 12.30 Uhr, sowie montags und donnerstags, 14 bis 17.30 Uhr, zu sehen.

Zur Vernissage lädt die AG Alte Synagoge für Sonntag, 10. Januar, 15 Uhr, an zwei Orte ein. Begonnen wird in der Alten Synagoge mit einem Vortrag von Dr. Fritz Erich Anhelm zu „Loccum und die Juden“. Eine Geschichte über die Jahrhunderte hat er recherchiert und hat sich damit auseinander gesetzt, in welchem Verhältnis sowohl das Kloster als auch das Dorf Loccum zu Juden standen. Auch versucht Anhelm, den Gründen auf die Spur zu kommen, weshalb in dem von seinem Kloster geprägten Dorf niemals Juden ansiedelten.

An den Vortrag in der Synagoge soll sich ein kurzer Gang zum Rathaus anschließen, wo die Ausstellung eröffnet wird.

Der Rehburg-Loccumer Arbeitskreis Stolpersteine bietet dazu Führungen entlang der Ausstellungstafeln an.

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