Ausstellung in der Nienburger Galerie N

„Zeit“: Unendlich und flüchtig

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Auf eine gelungene Ausstellung freuen sich die Beteiligten in der Galerie N: (v. l.) Hilda Kieseritzky, Alwine Gerner (mit „Taschenuhr“), Kirsten Pfeifer, Bea Garding-Schubert, Inge Müller, Jochen Ruopp und Elke Rohlfing-Stuve.

Nienburg - Von Nikias Schmidetzki. Eine Uhr fährt im Kreis – entgegen dem Uhrzeigersinn, eine Decke aus Plastiktüten liegt wie zufällig auf dem Boden, während ein abstrakt dargestellter Wasserfall an der Wand hängt und im Hintergrund die Glocke einer Uhr schellt. Ein Rätsel? Nein – eine Ausstellung mit dem Titel „Zeit“.

Sieben Künstlerinnen undein Künstler der Galerie N an der Leinstraße in Nienburg stellen dort ab morgen aus. Bilder, Objekte und Installationen bekommen Besucher zu sehen. Die Ausstellung ist Teil der Kooperation mit dem Kulturwerk, die den Titel „Zeit – Von der Unendlichkeit und dem Augenblick“ trägt und bis zum 11. Oktober verschiedene Programmpunkte beinhaltet.

Sie alle haben sich ganz persönlich mit dem Begriff Zeit auseinandergesetzt, sich aber auch immer wieder ausgetauscht. Zehn Monate lang etwa haben sie sich vorbereitet, entstanden ist ein Querschnitt durch die Kunstszene. Malerei mit unterschiedlichen Stilmitteln, aber auch Objekte wie erwähnter Wasserfall und der „Mantel der Erinnerung“ mit vielen Bildern und Texten, die sich mit der Vergangenheit befassen. Hilda Kieseritzky hat ihn zusammengestellt und genäht. Mit der Vergänglichkeit der Zeit und ihrem Dahinfließen hat sich Kirsten Pfeifer beschäftigt. Und die Plastiktüten? Die liegen keineswegs zufällig mitten im Raum. Sie gehören zu den darüber hängenden Bögen, auf denen „CO2“ zu lesen ist. „5 vor 12“ hat Alwine Gerner dieses Werk, das auf die Müllproblematik hinweist, genannt. Und im „Kabinett“, einem nicht komplett abgetrennten Hinterzimmer, erwartet ein „Uhrensammelsurium“ Besucher. Dort haben die Beteiligten nicht nur Uhren zu Kunst verarbeitet, sie haben sie auch zum Mittelpunkt ihrer Kunst gemacht, mal nachdenklich, mal poetisch, mal witzig.

Parallel präsentieren Nienburger Bürger mit dem Titel „Augenblick verweile“ im Nienburger Kulturwerk ihre künstlerischen Arbeiten zu diesem Thema. Beteiligen können sich Besucher auch noch in der Galerie N. Dort steht eine Wand, auf der jede Menge Platz für eigene Ideen zum Thema ist. Ein wenig, wie ein Gästebuch mit nur einer überdimensionalen Seite.

Das Programm in der Übersicht:

Freitag, 4. September, 19 Uhr im Kulturwerk und 20 Uhr in der Galerie N: Projekteröffnung und Vernissage;

Freitag, 18. September, 20 Uhr: Kommunales Kino: „Interstellar“;

Samstag, 19. September, 20 Uhr: Henning Schmidtke – „Hetzkasper“. Zu blöd für Burnout;

Montag, 28. September; 20 Uhr: Kommunales Kino: „Speed – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“;

Donnerstag, 8. Oktober, 20 Uhr: Alix Dudel/Sebastian Albert – „Die neuen Zeitalter“, Brecht-Abend mit Gitarre.

Das Projekt „Zeit“ wird gefördert vom Landschaftsverband Weser-Hunte und der Neuhoff-Fricke-Stiftung. Weitere Informationen gibt es im Programmflyer und im Kulturwerk unter Tel. 05021/922580 sowie per E-Mail.

www.nienburger-kulturwerk.de

info@nienburger-kulturwerk.de

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