Aushänge an Gaststätten und in Geschäften kaum vorhanden

Nienburg: Erschreckende Bilanz beim Jugendschutz

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Erschreckend: In zehn von dreizehn überprüften Geschäften beziehungsweise Gastronomien wurden die gesetzlichen Vorschriften zum Jugendschutz gar nicht oder unzureichend erfüllt.

Nienburg - Erschreckende Bilanz für Nienburgs Innenstadt: Stichprobenartig wurden Gaststätten und Geschäfte aufgesucht - die gesetzlichen Vorschriften erfordern hier den Aushang der entsprechenden Jugendschutzrechtlichen Bestimmungen. Zehn von dreizehn Stellen erfüllten die Vorgaben gar nicht oder unzureichend.

Der Fachdienst Jugendarbeit und Sport des Landkreises Nienburg suchte stichprobenartig Gaststätten und Geschäfte in Nienburgs Innenstadt Nienburgs auf, die Alkohol oder alkoholhaltige Lebensmittel anbieten. Die gesetzlichen Vorschriften erfordern hier den Aushang der entsprechenden jugendschutzrechtlichen Bestimmungen.

Die Bilanz war erschreckend: Zehn von dreizehn Stellen, die aufgesucht wurden, haben die rechtlichen Vorgaben des Jugendschutzgesetzes nicht oder unzureichend erfüllt. Unabhängig von den fehlenden Aushängen der Gesetzestexte, die teilweise aus Unwissenheit fehlten, seien jedoch allen angetroffenen Personen die Bestimmungen im Jugendschutzgesetz für die Abgabe von Alkohol an Minderjährige bekannt, berichtet Claudia Oelsner, Fachdienstleitung und Sozialpädagogin beim Landkreis Nienburg. „Wir ermutigen die Verantwortlichen im Einzelhandel, zu Hause und in den Vereinen, gemeinsam und zum Wohle der Heranwachsenden, entsprechend sensibel mit dem Thema Alkoholkonsum bei Minderjährigen umzugehen“, betont Oelsner.

Der Landkreis wirkt derzeit im Rahmen der Präventionsstrategie „Communities That Care - CTC“ verstärkt auf die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen hin. Neben den präventiven Angeboten an den Schulen, die unabhängig von CTC schon seit langer Zeit umgesetzt werden, richtet sich der Schwerpunkt der Arbeit des Landkreises nun vermehrt auf den außerschulischen Bereich. Hierzu gehören sowohl die Jugendschutzkontrollen im Einzelhandel und auf Zeltfesten, als auch die Sensibilisierung der Arbeit in den Vereinen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol.

„Im Vorfeld der Osterfeuer sind auch die Eltern aufgerufen, bei Kindern im Jugendalter, den rechtlichen Rahmen im Blick zu behalten“, sagt Peter Karaskiewicz, der neben der CTC-Koordination auch für die Überprüfung der Einhaltung des Jugendschutzgesetzes im Landkreis Nienburg zuständig ist. Demnach darf erst ab 16 Jahren in der Öffentlichkeit Bier und Wein getrunken werden. Harter Alkohol und Mixgetränke mit Wodka, Korn & Co. dürfen nur an volljährige junge Menschen über 18 Jahren abgegeben werden. Ein zu früher Einstieg in den Alkoholkonsum ist neben den gesundheitlichen Schädigungen auch mit einem hohen Risiko einer späteren Alkoholabhängigkeit verbunden und wird leider viel zu häufig unterschätzt.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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