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FoodTeiler: Her mit den leeren Tellern

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Von: Beate Ney-Janßen

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Noch sind die Teller der FoodTeiler Dana Könemann, Susanne Treichel und Franziska Bernauer leer. Das ändert sich beim Reste-Essen am 6. März.
Noch sind die Teller der FoodTeiler Dana Könemann (v.l.), Susanne Treichel und Franziska Bernauer leer. Das ändert sich beim Reste-Essen am 6. März. © Ney-Janßen

Loccum – Rehburg-Loccums FoodTeiler laden zum Essen ein: für Sonntag, 6. März, 12.30 Uhr, in den Hof von Loccums Gemeindehaus. Auf dem Speiseplan steht ein Süppchen, das sie ausschließlich aus dem zubereiten wollen, was dem FoodTeiler geschenkt wurde. Jeder ist an der Weserstraße 1 willkommen, um sich eine Portion zu holen. Oder auch zwei. Mit ihrer Reste-Essen-Suppenküche beteiligen sich die FoodTeiler an der Aktion Klimafasten in der Passionszeit, die am Aschermittwoch beginnt. Das Thema der ersten Woche: Verschwendung. Mit seiner Einladung hält das Team dagegen und fragt: „Wer macht mit?“

Was den Italienern ihre Pizza und den Spaniern ihre Paella, ist hier in Deutschland der Eintopf. Was sie alle gemeinsam haben? Dass sie landestypische Spezialitäten sind, die aus einer Not heraus geboren wurden: Was tun mit Essensresten? Die FoodTeiler verlegen sich also auf Eintopf beziehungsweise Suppe – weil das Team sich damit am ehesten auskennt. Um Corona ein Schnippchen zu schlagen, wird im Hof gekocht und gegessen. Die DLRG stellt ihr Equipment zur Verfügung: Gaskocher, riesige Töpfe und einen Pavillon. Die Kirchengemeinde leiht Tische und Bänke aus. Die FoodTeiler treffen sich im Hof um 11 Uhr, um mit dem Schnippeln und Köcheln zu beginnen. Wer helfen will, kann gerne dazukommen.

Ab 11 Uhr beginnt das Gemüse-Schnippeln

Aber woher kommt das, was in der Suppe landet? – Das Team spricht in einigen Märkten vor, ob es Gemüse und Obst bekommen kann, das am Samstagabend ansonsten in die Tonne geworfen würde. Alle anderen dürfen sich an den Zutaten beteiligen. Was am Samstag, 5. März, im Kühlschrank des FoodTeiler im Windfang des Gemeindehauses landet, kommt am Sonntag in die Suppe. Die Bitte dabei: Nur das bringen, was ansonsten in der Tonne landen würde. Den Lauch, der nur zur Hälfte aufgebraucht ist. Die Karotten, die es nur im großen Bund gab. Die Kartoffeln, die nicht noch eine Woche durchhalten. Gerne genommen wird auch überzähliges Obst. Da es ums Teilen geht und nicht ums Tauschen, sind alle, die gerade nichts beisteuern können, ebenso willkommen. Nur zwei Dinge sollte jeder mitbringen: einen Teller und einen Löffel. Dann ist der Abwasch für die FoodTeiler kleiner. Was damit erreicht wird? Viele Lebensmittel werden vor dem Wegwerfen gerettet, viele Menschen satt gemacht. Und alle haben ein weiteres Mal darüber nachgedacht, dass Überfluss seine Tücken hat, alle aber etwas tun können: Bewusster einkaufen, umsichtiger verwerten.

Mehr Infos zum Thema

www.klimafasten.de

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