Schreiben und Gutes tun

Aktion des Lions Club „Cor Leonis“: Nienburger spenden ihre Geschichten für den guten Zweck

Die Mitglieder der Gruppe „Buchprojekt“ vom Lions Club „Cor Leonis“ freuen sich über das Druckwerk „Nienburg schreibt...“. Auf der Bank in der Mitte blicken in das Buch vier der veröffentlichten Autorinnen (v.l.) Maren Hustedt, Johanna Ritter, Conny Kramer und Elke Rischkopf.
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Die Mitglieder der Gruppe „Buchprojekt“ vom Lions Club „Cor Leonis“ freuen sich über das Druckwerk „Nienburg schreibt...“. Auf der Bank in der Mitte blicken in das Buch vier der veröffentlichten Autorinnen (v.l.) Maren Hustedt, Johanna Ritter, Conny Kramer und Elke Rischkopf.

Nienburg –„Ich les’ ein Buch und tauche ein und bin in meiner Welt allein.“ „Der Augenblick“ heißt das Gedicht aus der Feder von Elke Rischkopf, das mit diesem Satz bereits zur Hälfte zitiert ist. In Gänze abgedruckt wurde es in dem Buch „Nienburg schreibt...“. Und darin an exponierter Stelle – und zwar als Auftakt zu einer nie dagewesenen literarischen Sammlung Nienburger Gedankenguts.

Herausgebracht wurde „Nienburg schreibt...“ von der gleichnamigen Projektgruppe im Lions Club Nienburg/Weser „Cor Leonis“ und zwar für den guten Zweck. Dr. Babette Schipper, jüngste Präsidentin des Clubs und Mitglied in der Gruppe „Buchprojekt“, erklärt dazu: „Speziell im zurückliegenden Jahr ist es unter anderem durch die coronabedingten Kontaktbeschränkungen schwierig gewesen, Spendengelder für den guten Zweck zu generieren.“

Das Buchprojekt kombiniert diesen Zweck mit der Möglichkeit, Menschen in ihrem Zuhause zu erreichen und ihren Fokus auf die schönen Ereignisse im Leben zu lenken. „Auch wenn man mal wenig Gelegenheit hat zu Geselligkeit und Abenteuer, so sind die Möglichkeiten, die Phantasie spielen zu lassen und andere mit einer pointierten Geschichte zum Schmunzeln zu bringen, jederzeit unbegrenzt“, so Schipper. Dem Aufruf der Lions sind 55 Autorinnen und Autoren aus Nienburg und Umgebung nachgekommen. „Insgesamt wurden 150 wunderbare und kreative Texte eingereicht“, berichtet Svetlana Schachler, aktive Präsidentin von „Cor Leonis“ und ebenfalls Mitglied in der Gruppe „Buchprojekt“. Aus den schönsten Geschichten, Gedichten und Bildern hat die Gruppe ein ebenso buntes wie persönliches Potpourri zusammengestellt – mal amüsant, mal mitfühlend. Aus dem Vorwort zitiert: „Das Buch spiegelt das Leben in all seinen Facetten, in denen vor allem eins immer bleibt: die Freundschaft und die Verbindung zu anderen Menschen.“

Zur ersten Präsentation von „Nienburg schreibt...“ kamen auf Einladung der Lions-Frauen zahlreiche Autorinnen und Autoren im Quaet-Faslem-Haus zusammen. Darunter bekannte Namen wie Silvia Maria de Jong (Stede), Thomas Cramer, Conny Kramer und Johanna Ritter. Als erfahrene Autoren schätzten sie den Wert des Buches hoch ein und freuten sich über das gelungene Werk. „Es ist mir eine besondere Freude, mit meiner Geschichte ein soziales Projekt zu unterstützen“, kommentierte Johanna Ritter aus Schneeren, die bereits mehrere Romane und Krimis veröffentlicht hat. Auch das Ehepaar Renate und Manfred Dopieralski ist in der Kulturszene Nienburgs hinlänglich bekannt und zwar für seine liebevoll formulierten plattdeutschen Geschichten. Beide engagieren sich in der Pflege der plattdeutschen Sprache ebenso wie in der Arbeit mit Jugendlichen und anderen sozialen Projekten, wie eben dem Buch „Nienburg schreibt...“. An der Präsentation im Quaet-Faslem-Haus konnten Dopieralskis jedoch nicht teilnehmen, weil sie als Goldhochzeitspaar zur selben Zeit zahlreiche Gratulanten in ihrem Heimatort Rohrsen entgegennahmen. In der Autorenliste von „Nienburg schreibt...“ finden sich aber auch Namen, die den meisten Literaturfreunden bisher unbekannt sein dürften. Und zwar die Namen derer, die vor „Nienburg schreibt...“ noch nie einen Text zu Papier gebracht oder gar veröffentlicht hatten. Zu ihnen gehört auch Elke Rischkopf, die – erst von Enkelin Michelle überredet – ihr Gedicht „Der Augenblick“ eingereicht hatte. „Ich wusste nicht, ob es für eine Veröffentlichung reicht“, erzählt sie. „Ich habe es einfach mal versucht.“ Und so ist es nicht verwunderlich, dass in dem Moment, in dem die 65-Jährige ihr Gedicht an erster Stelle im Buch abgedruckt sah, vor Rührung eine kleine Träne floss.

Durch die Vielzahl an Personen, die an seiner Entstehung beteiligt waren, und die zahlreichen Leser, die seinen Inhalt genießen, verbindet das Buch „Nienburg schreibt...“ auf seine ganz individuelle Weise Menschen, die sich sonst vielleicht nie begegnet wären. Wie nebenbei fördert es außerdem den guten Zweck, dem die Lions weltweit ihr Schaffen verpflichtet haben. Svetlana Schachler dazu: „Das Buch ist für 19,90 Euro im Nienburger Buchhandel erhältlich. Der Erlös aus dem Verkauf geht an das Nienburger Jugendhaus, das sich ein eigenes Kanu wünscht.“

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