31-Jährige ist in Nienburg und Schaumburg zu Hause

Marja-Liisa Völlers will für die SPD in den Bundestag

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Sozialpolitik ist ein Bereich, der Marja-Liisa Völlers besonders am Herzen liegt. Für die SPD möchte sie unter anderem mit diesem Schwerpunkt für den Bundestag kandidieren.

Rehburg-Loccum - Von Beate Ney-Janßen. Die Kern-Ideen sozial-demokratischer Politik möchte Marja-Liisa Völlers vertreten – und zwar in Berlin. Die Münchehägerin bewirbt sich bei der SPD im Wahlkreis Nienburg II-Schaumburg darum, deren Kandidatin für die Bundestagswahl im September 2017 zu werden.

„Ich traue mir das zu“, sagt die 31-Jährige. Das ist ein Grund, weshalb sie ihre Bewerbung eingereicht hat.

Wirklich Lust darauf, in Berlin gestaltend zu wirken, hat sie außerdem. Aspekte für eine gerechtere Gesellschaft möchte sie dort vertreten. Und gleichzeitig alle Chancen nutzen, um manche Dinge für den Wahlkreis Nienburg II-Schaumburg ins Gespräch zu bringen.

In beiden Landkreisen, Nienburg und Schaumburg, ist sie bereits von Geburt an unterwegs: Geboren in Bückeburg, aufgewachsen in Münchehagen, Abitur in Stadthagen, nach dem Studium erneut Münchehagen als Wohnort und mittlerweile seit sechs Jahren als Lehrerin für Geschichte und Englisch an der Integrierten Gesamtschule Schaumburg in Stadthagen.

Wo die Menschen im Landkreis Nienburg der Schuh drückt, bekommt sie spätestens mit, seit sie 2011 in den Münchehäger Ortsrat und den Rehburg-Loccumer Stadtrat gewählt wurde. Weitere Posten im Nienburger Raum hat sie beispielsweise als Kreisvorsitzende der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik sowie im Vorstand der Arbeiterwohlfahrt und im SPD-Unterbezirk Nienburg übernommen.

Informationen aus Schaumburg bekommt sie allein schon durch ihre Arbeit, durch Gespräche im Kollegium, mit Schülern und Eltern. Gerade dort erfahre sie immer mehr über die Vielschichtigkeit der Gesellschaft, sagt Völlers, und auch darüber, dass in sozialen Bereichen an vielen Stellen noch gearbeitet werden könne. Am Herzen habe ihr dieses schon immer gelegen – nicht von ungefähr wählte sie als Thema für ihre Master-Arbeit die Geschichte des Kurbadens für arme Menschen.

Als Beispiel diente ihr dabei der Kurort Bad Rehburg, in dem das alte Armen-Krankenhaus bis Anfang dieses Jahrtausends noch stand. Tradition hat die Mitgliedschaft in der SPD in ihrer Familie außerdem. „In fünfter Generation schon“, wie sie sagt. Ihr Großvater war 20 Jahre lang Bürgermeister Münchehagens. Dennoch sei sie erst mit 25 Jahren Mitglied geworden. Sie wollte genau herausfinden, ob das, wofür die Partei steht, auch das ist, was sie vertreten will.

Bewerben will sie sich aber auch, um zu helfen, den Image-Schaden zu überwinden, den die SPD im Wahlkreis durch die Kinderpornografie-Affäre um den ehemaligen Abgeordneten Sebastian Edathy davongetragen hat. „Wir ducken uns nicht weg wegen dieses Vorgängers“, sagt sie.

Marja-Liisa Völlers wird nicht die einzige Bewerberin für die Bundestags-Kandidatur im Wahlkreis sein. Bislang weiß sie davon, dass in Schaumburg eine Bewerbung von dem Bad Nenndorfer Ralph Tegtmeier bereits vorliegt. Und da die Bewerbungsfrist für die Kandidatur erst Mitte März endet, können durchaus noch weitere Genossen Bewerbungen einreichen.

Die Entscheidung darüber, wer für die SPD zur Bundestagswahl im September 2017 antreten soll, wird in einer Delegierten-Konferenz am 24. Juni fallen. Die Zeit bis dahin möchte Völlers nutzen, um sich möglichst vielen der Ortsvereine in den beiden Landkreisen vorzustellen. Erste Einladungen hat sie bereits vorliegen.

Worauf sie jetzt schon bauen kann, ist die Unterstützung durch ihren eigenen Ortsverein. Jürgen Wagner, Vorsitzender der SPD in Rehburg-Loccum, freut sich sehr über die Kandidatur aus den eigenen Reihen. Ebenso bekommt die Münchehägerin Zuspruch von der Nienburger Unterbezirks-Vorsitzenden Elke Tonne-Jork: „Marja-Liisa Völlers entspricht genau unserer Partei-Linie. Sie ist jung und sie ist weiblich und ich traue ihr das zu.“

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