Wegen Hoverboard

Verfahren gegen Zwölfjährigen eingeleitet

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Nienburg - Ein 12-jähriger Junge hat ein Verfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz am Hals. Er ist aber nicht mit einem Auto oder Motorrad gefahren - sondern mit einem Hoverboard.

Beamte hatten den Jungen gestern Vormittag (6. Juli) auf der Hannoverschen Straße angetroffen, als er auf seinem Board unterwegs war. Was der Junge anscheinend nicht wusste: Bei den Gefährten handelt es sich um Sport - und Spielgeräte, die nicht im öffentlichen Verkehrsraum genutzt werden dürfen. 

Die Boards sind motorbetrieben und fahren über sechs Stundenkilometer schnell. Damit fallen sie unter die Vorschriften der Straßenverkehrszulassungsordnung, unterliegen dem Führerscheinrecht und der Pflichtversicherung. 

Nutzung nur auf Privatgrundstücken erlaubt

Beides ist jedoch in der derzeitigen Rechtslage nicht möglich. Eine Versicherung wie sie für vergleichbare Fahrzeuge (zum Beispiel Segway) angeboten wird, gibt es nicht. Das Gleiche gilt für den Führerschein. Ein Segway (bis 15 Stundenkilometer) mit vorhandenem Versicherungsschutz darf man beispielsweise mit einer Mofa-Prüfbescheinigung fahren. 

Der Rat der Polizei insbesondere an die Eltern: "Wirken Sie auf ihre Kinder ein, die Hoverboards ausschließlich auf Privatgrundstücken zu benutzen. Die Nutzung von Schutzkleidung wird zusätzlich empfohlen. Auch wenn es vielleicht nicht so cool aussehen mag, ein Helm schützt vor schweren Kopfverletzungen." 

In Stadthagen wurde Anfang des Jahres eine Strafanzeige gefertigt, weil ein 9-Jähriger im öffentlichen Verkehrsraum mit einem Hoverboard fahrend angetroffen wurde.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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