Quaet-Faslem-Haus bildet die festliche Kulisse

Großes Kino unter freiem Himmel: Sommer-Film-Classics 2018

Präsentieren das Veranstaltungsplakat: (v.l.) Stephan Gaede (GBN), Heide Wignanek (Koordinatorin Kommunales Kino), Kim Hirsch (Die Harke), Ralf Thäsler (Avacon), Olga Suin de Boutemard (Nienburger Kulturwerk) – nicht auf dem Foto: Holger Glandorf (Filmpalast).

Nienburg › Das festlich beleuchtete Quaet-Faslem-Haus des Museums öffnet auch dieses Jahr an vier Juliabenden seine Tore zum Biedermeiergarten und bildet die Kulisse zu den Sommer-Film-Classics 2018.

Ein kühles Bier, Cocktails und Handfestes vom Grill locken wieder bereits ab 19.30 Uhr in den schönsten historischen Garten Nienburgs. Um 21.15 Uhr heißt es dann: „Film ab!“ wenn beliebte Feel-Good-Arthouse-Filme den Abendhimmel beleuchten.

Für den Eröffnungsfilm „Frühstück bei Tiffany“ haben sich die Programmgestalterinnen der Sommer-Film-Classics des Nienburger Kulturwerks, Heide Wignanek und die Geschäftsführerin Olga Suin de Boutemard, von ihren Zuschauern inspirieren lassen. „Ja, auf vielfachen Publikumswunsch zeigen wir die zauberhafte Audrey Hepburn als Holly Golightly – auch als kleines Dankeschön für den großen Zuspruch und die einmalige Atmosphäre vom letzten Jahr“, bestätigt Olga Suin de Boutemard. Audrey Hepburn machte das „Kleine Schwarze“ ebenso bekannt wie Coco Chanel und schuf als Holly Golightly, die sich die Nase am Schaufenster von Tiffany plattdrückt und von einem besseren Leben träumt, das Bild vom „It-Girl“, als dieser Begriff noch lange nicht existierte. „Wir sehen uns am „Moon River!“, zitiert Heide Wignanek den bekannten Titelsong des Films.

Mit „Madame“ geht ein aktueller französischer Sommerklassiker und gleichzeitig bissige Gesellschaftssatire an den Start. Toni Collette, als wunderbar zickige High-Society-Lady, die ungewollt ihr Hausmädchen zum Objekt der Begierde macht, und Rossi de Palma als liebenswerte Rosa bilden ein wunderbares Gegensatzpaar in dieser schrägen Komödie.

Es ist der Stoff der großen Screwball-Comedys der 1950er Jahre: der Kampf der Geschlechter, Mann gegen Frau! Nur findet beim dritten Film der Sommer-Film-Classics der Schlagabtausch im quietschbunten Jahr 1973 statt und noch dazu auf dem Tennisplatz. Das legendäre Tennismatch Bobby Riggs gegen Billy Jean King schrieb damals Tennisgeschichte. Doch der Film ist weit davon entfernt ein „Tennisfilm“ zu sein. Die wundervolle Emma Stone und der Vollblut-Komiker Steve Carell lassen eine Zeit der schrägen Frisuren, Klamotten und Sprüche wieder auferstehen.

Ein Roadmovie darf im Sommer natürlich nicht fehlen: Viggo Mortensen als idealistischer Hippie-Vater von sechs Kindern glaubt, seine Familie vor dem „American Way of Life“ beschützen zu müssen – also keine Handys, kein Computer, keine Coca Cola, keine Burger – dafür ein freies Leben in der Wildnis Amerikas. Als seine Frau stirbt, ist er gezwungen, mit seiner Familie sein Aussteigeridyll zu verlassen. In ihrem alten, wunderbar nostalgischen Bus macht sich die Sippe auf den Weg in die Zivilisation. Diese Reise ist voller schräger komischer wie berührender Momente.

Das Programm und die beeindruckende Kulisse des Gartens, Cocktails und Grillstationen lockten letztes Jahr sogar ganze Geburtstagsfeiern und Stammtischrunden in die Veranstaltungsreihe. „Die Nienburger waren schockverliebt in die Sommer-Film-Classics und wir hatten ab der zweiten Vorstellung einen ausverkauften Garten“, so Olga Suin de Boutemard. Medien- und Kooperationspartner der Film-Reihe sind die Avacon, GBN Wohnungsunternehmen, „DIE HARKE“ und der Filmpalast Nienburg. „Wir freuen uns sehr, dass wir für unsere Film-Classics so viel Unterstützung bekommen haben und den Nienburgern dieses schöne Sommerformat bieten können“, bedankt sich Heide Wignanek bei den Kooperationspartnern.

Gespielt wird bei jedem Wetter, so die Programmplanerinnen. Lediglich bei Regen wird der Abend in das Nienburger Kulturwerk verlegt. Weitere Informationen und Kartenbestellungen im Nienburger Kulturwerk, Mindener Landstr. 20, unter Telefon 05021/92258-0, E-Mail info@nienburger-kulturwerk.de oder direkt über die Internetseite des Kulturwerks www.nienburger-kulturwerk.de.

Quelle: BlickPunkt Nienburg

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